Zwei Jahre ist die kleine Maddie verschwunden, nun prüfen die Privatermittler der Eltern eine neue Spur - zu einem Briten, der wegen mehrerer Sexualdelikte im Gefängnis saß.
Ein verurteilter britischer Pädophiler ist Medienberichten zufolge ein Verdächtiger im Fall der verschwundenen kleinen Madeleine. Der 64-jährige Raymond H. habe vor zwei Jahren, als das englische Mädchen verschwunden ist, in der Nähe von Praia da Luz in Südportugal gelebt, berichteten britische Zeitungen.
Mit diesem Plakat suchen Maddies Eltern nach wie vor nach ihrer Tochter in Praia da Luz. Nun prüfen die Ermittler einen Verdacht gegen einen Mann, der sich zum Zeitpunkt des Verschwindens in Südportugal aufgehalten haben soll. (© Foto: Reuters)
Anzeige
Der Mann soll derzeit nach Angaben des Daily Mirror in einem deutschen Krankenhaus wegen Krebs behandelt werden. Der Sprecher der Eltern sagte, der Brite sei eine Spur unter mehreren, der die Privatermittler der McCanns nachgehen würden.
Die britische Boulevardzeitung Sun berichtete, H. hätte verblüffende Ähnlichkeit mit einem der Phantombilder im Fall Maddie. Er sei sogar kurz nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine McCann von der portugiesischen Polizei befragt worden. Ein 15-jähriges Mädchen aber hätte ihm ein Alibi gegeben. Auch dieses Alibi soll nun in Frage stehen.
Madeleine war im Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einem Ferienappartement in Praia da Luz verschwunden, als ihre Eltern beim Abendessen waren. Die portugiesische Polizei hatte die Ermittlungen im vergangenen Jahr ergebnislos eingestellt. Erst vor wenigen Wochen hatten die Eltern ein neues Phantombild eines Verdächtigen sowie ein neues Foto von Madeleine veröffentlicht, das zeigt, wie sie im Alter von sechs Jahren aussehen würde.
"Nicht einmal in der Nähe"
H. selbst weist die Vorwürfe zurück. Er sei am Tag von Maddies Verschwinden auf einem Markt in der portugiesischen Stadt Fuseta ungefähr 50 Kilometer von Praia da Luz entfernt gewesen, berichtet der Daily Mirror. "Ich weiß noch genau, wo ich war. Ich war nicht einmal in der Nähe."
Ein britisches Paar brachte die Ermittler auf die Spur von H. Die beiden hätten den 64-Jährigen in Portugal getroffen. Sie hielten H. für einen exzentrischen älteren Mann, der mit seiner Frau und seinen Kindern in einem umgebauten Laster von Zeltplatz zu Zeltplatz zog. Sie kamen mit ihm ins Gespräch, dabei habe er ihnen erzählt, wie "Zigeuner-Touristen" versucht hätten, ihm ein Kind abzukaufen. Als sie in Großbritannien erfuhren, dass der Mann wegen versuchten sexuellen Missbrauchs mehrmals im Gefängnis war, alarmierten sie die Polizei.
Der Brite habe bereits mehrmals wegen Sexualstraftaten an jungen Mädchen im Gefängnis gesessen. Die Polizei der Grafschaft West Yorkshire teilte mit, den Mann im Zusammenhang mit Taten, die bis zu 30 Jahre zurückliegen, befragen zu wollen.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Vermisstes Mädchen Maddies Eltern wollen Ex-Ermittler verklagen 17.05.2009
- Fall Maddie Suche führt Fahnder zu Kinder-Pornoring 19.01.2009
- Eltern geben nicht auf Elite-Truppe sucht nach Maddie 14.01.2009
- Fall Maddie Hilferuf vor Weihnachten 21.12.2008
- Madeleine McCann Das Kind, nach dem die ganze Welt suchte 30.08.2008
(sueddeutsche.de/dpa/hai/woja)
Kapitalabzug aus Südeuropa
Jetzt hat der Brite gestanden, das Mädchen gesehen zu haben. Wenn an der Geschichte was dran ist, dann sollten Sie sich schämen mit Ihrem veralteten Sozialneid gegenüber Ärzten, aber wahrscheinlich haben Sie gar keine Ahnung, was "hypertroph" bedeutet.
nach occams razor ist immer noch am wahrscheinlichsten, dass die hypertrophen Ärzte die Kleine ruhiggestellt haben, es war wohl etwas zuviel- kann passieren aber passt natürlich nicht ins Weltbild wenn Ärzte die eigenen Kinder überdosieren.
Und einen möglicherweise Sterbenskranken auszukundschaften, der dann verantworlich gemacht werden kann, äußerst geschickt!
....."wiederum" sollte das heissen.
.......widerum ein erbaermlicher Versuch der Eltern, von sich abzulenken.
Seit wann dürfen Privatermittler eigentlich öffentlich bekannt geben, wen sie auf den Kieker haben? Das ist doch, solange sie keine konkreten Beweise haben, Verleumdung? Polizei oder Staatsanwaltschaft sind da meist zurückhaltender, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, aber die Privatdetektive fühlen sich wohl verpflichtet, für das kassierte Geld auch Ergebnisse vorzuzeigen, auch wenn's nur ein Mann ist, der "wegen versuchten sexuellen Missbrauchs mehrmals im Gefängnis war" und sich zufällig in 50 km Entfernung zum Tatort aufhielt.
Paging