Weil sie nicht gehorchte und in die Hose machte, hat ein 41-Jähriger die vierjährige Leonie bis zum Tod geschlagen und geschüttelt. Nun wurde in dem Fall erneut geurteilt.
Zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod der vierjährigen Leonie aus dem niedersächsischen Bad Salzdetfurth hat das Landgericht Hildesheim den Stiefvater des Mädchens zu sieben Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Dass Gericht sah es als erwiesen an, dass der 41-jährige Polizist Leonie im November 2007 so stark misshandelt hat, dass die Tochter seiner Lebensgefährtin anschließend an einer Gehirnblutung starb.
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Andreas B. mit seinem Anwalt Oliver Hille im Gerichtssaal. (© Foto: ddp)
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"Sie haben den Tod eines kleinen Mädchens hervorgerufen, dass nichts anderes wollte als die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Mutter", sagte die Vorsitzende Richterin Karin Brönstrup.
Leonie habe offenbar den neuen Freund ihrer Mutter abgelehnt, sagte Richterin Karin Brönstrup in der Urteilsbegründung. Das Mädchen habe sich dem Angeklagten widersetzt und vor der tödlichen Misshandlung in die Hose gemacht. Daraufhin habe der Mann sie geschlagen und geschüttelt.
Mit dem Urteil folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert.
Das Gericht verurteilte den Mann, der mittlerweile vom Polizeidienst suspendiert ist, wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.
Er war im vergangenen Jahr bereits in einem ersten Prozess zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte dieses erste Urteil im März wegen Unstimmigkeiten beim mutmaßlichen Todeszeitpunkt Leonies aufgehoben. "Ein solcher zeitlicher Widerspruch hat sich zumindest in dieser Hauptverhandlung nicht aufgetan", sagte Brönstrup.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Verteidiger Oliver Hille behält sich eine erneute Revision ausdrücklich vor: "Der BGH wird sich noch einmal mit der Sache beschäftigen müssen."
Der Angeklagte hatte immer wieder seine Unschuld beteuert. Auch Leonies Mutter, die inzwischen mit dem Mann verheiratet ist, hatte stets zu ihm gehalten. Beide hatten in dem neuen Prozess allerdings die Aussage verweigert.
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(dpa/AP/grc)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
ich verstehe es nicht. Ein Menschenleben ist anscheinend nicht viel Wert.
*Auch Leonies Mutter, die inzwischen mit dem Mann verheiratet ist, hatte stets zu ihm gehalten. Beide hatten in dem neuen Prozess allerdings die Aussage verweigert.*
Den Begriff Mutter in diesem Zusammenhang zu verwenden ist wohl mehr als perfide.