Mit Hilfe eines rekonstruierten Bildes konnte der mutmaßliche Kinderschänder Christopher N. nach jahrelanger Suche identifiziert werden. Rudolf Egg, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, sprach mit der SZ über neue Methoden bei der Fahndung nach Pädophilen.
SZ: Kann die neue Technik, Sextäter mit Hilfe von Foto-Software zu enttarnen, zu weiteren Verhaftungen führen?
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Rudolf Egg: Das könnte gut sein. Es ist eine starke Zunahme von Fotos in einschlägigen Foren zu verzeichnen, die Pädophile mit Kindern zeigen. Die Täter versuchen natürlich, auf den Bildern nicht erkennbar zu bleiben, indem sie zum Beispiel Gesichter digital bearbeiten. Wenn diese Bilder nun rekonstruiert werden können, wie das beim aktuellen Fall gelungen ist, könnte das Schule machen. Aber es gibt ja noch einige andere Methoden, die Täter zu identifizieren.
SZ: Welche zum Beispiel?
Egg: Alle möglichen Details auf den Bildern und Videos, etwa eine Einkaufstüte, auf der eine Adresse aufgedruckt ist. Ein Mann in Hessen, der seine eigenen Kinder missbraucht haben soll, wurde mit Hilfe der australischen Polizei verhaftet - den Behörden waren deutsche Stimmen und ein deutscher Radiosender im Hintergrund aufgefallen. Wie sich herausstellte, war ein Gewinnspiel von Radio ffh zu hören, so dass die deutschen Fahnder den Ort und sogar den genauen Zeitpunkt recherchieren konnten, an dem der Missbrauch gefilmt worden war.
SZ: Wie ist es zu erklären, dass Pädophile Bilder von sich und ihren Opfern ins Netz stellen, also Beweise, um sie zu überführen?
Egg: Zunächst einmal interpretieren viele Pädophile Sex mit Kindern nicht als Verbrechen. Es ist tatsächlich so, dass Menschen, die Kinder missbrauchen, innerhalb der Pädophilen-Szene mit ihren Taten regelrecht prahlen. Und sie fühlen sich in der Anonymität des Internets sicher - was aber ein Irrtum ist.
SZ: Wie der aktuelle Fall ja nun zeigt.
Egg: Ja. Das Internet bietet nur scheinbar die Möglichkeit, anonym zu handeln. Dabei lassen Personen relativ leicht identifizieren - über die sogenannte IP-Adresse, über Kreditkartennummern oder Email-Adressen.
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(SZ vom 20.10.07)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
das bild mit dem strudelfilter horizontal spiegeln und filter nochmal anwenden, fertig. dauert etwa 2,5 s. sehr viel expertenwissen benötigt es nicht dazu.
Mein Gott da fängt die Polizei einen dummen Idio.ten und meint jetzt, dass dies der große Durchbruch sei.
Kann jemand mal die mittelmäßigen Eliten wieder herunterholen von ihrem Trip?
An szl 3636
Danke für den Einwand. Rein vom formal Sprachlichen haben Sie recht. Aber vielleicht kennen Sie nicht die Zeiten, in denen eine uneheliche Geburt Schande über die Familie gebracht hat. Und zu dieser Zeit konnte eine Frau, selbst bei einer erzwungenen Schwangerschaft, um ein anderes Wort nicht zu gebrauchen, vor einem Vorwurf der Mitschuld nicht sicher sein. Die Sprache wird eben nicht so präzise gebraucht, wird auch von vielen nicht gewünscht, denn sonst gäbe es keine "Revolverblätter".
Commentator.
Schänder bedeutet, einer Peron oder einer Sache zu schänden, also z.B. ein Werkzeug unsachgemäß zu gebrauchen oder bei Kindern eben das Naheliegende, ihr Verständnis der deutschen Sprache in diesem Punkt ist etwas "reduziert".
Schänden = schändlich behandeln.
Bitte vermeiden Sie doch in Zukunft den Begriff Kinderschänder. über das Kind wird keine Schande gebracht. Es wird gewalttätig an Leib und Seele beschädigt. Schande bringt der Täter nur über sich selbst. Der Begriff Schänder stellt auch immer das Opfer in ein schiefes Licht. Also, wie wäre es mit gewalttätigem Pädophilen. Dann können sich die Gedanken ausschließlich auf den Täter konzentrieren und nur da liegt das Problem. Es gibt sicher auch Pädophile, die nicht gewalttätig werden oder Ihre Neigung im Griff haben. Der Begriff Kinderschänder sollte ausschließlich der Sensationspresse überlassen bleiben. Auf Grund eines solchen Begriffs kann keine ernsthafte Beschäftigung mit diesem Thema entstehen.
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