Ex-Mitglied der "Navy Seals" Hochdekorierter US-Scharfschütze in Texas getötet

Chris Kyle soll 150 Menschen getötet haben. Zuletzt setzte er sich für Veteranen mit posttraumatischen Störungen ein.

(Foto: Reuters)

Er war viermal mit den US-Streitkräften im Irak, soll 150 Menschen erschossen haben und ist der bekannteste Scharfschütze in den Vereinigten Staaten. Nun wurde Chris Kyle, der ein Buch über seine Erfahrungen veröffentlicht hat, an einem Schießstand in Texas getötet.

Der frühere US-Elitesoldat Chris Kyle ist an einem Schießstand im US-Bundesstaat Texas getötet worden. Kyle - ein hochdekorierter ehemaliger Scharfschütze und Veteran des Irakkriegs - sei bereits am Samstag erschossen worden, teilte die Stiftung Fitco Cares am mit. Der 38-Jährige stand der Stiftung nahe, die Veteranen mit posttraumatischen Störungen hilft.

Laut dem örtlichen Fernsehsender WFAA-TV traf Kyle sich am Samstag mit einem betroffenen Soldaten an dem Schießstand in Glen Rose in Texas. Der 25-jährige Soldat wird verdächtigt, Kyle erschossen zu haben. Er wurde festgenommen. Der Mann soll zudem einen Nachbarn Kyles getötet haben.

Kyle, ehemaliges Mitglied der Eliteeinheit der "Navy Seals", war zwischen 2003 und 2009 an vier Missionen im Irak beteiligt. Er wird als erfolgreichster Scharfschütze des US-Militärs beschrieben, nach offizieller Zählung solle er 150 Feinde getötet haben - mehr als jeder andere Scharfschütze der Streitkräfte. Irakische Aufständische setzten sogar ein Kopfgeld auf ihn aus und nannten ihn Shaitan Ar-Ramadi - den "Teufel von Ramadi".

Seine Autobiografie American Sniper, die im vergangenen Jahr erschien, belegte in vielen Bestseller-Listen die oberen Plätze. Zuletzt gründete er eine Sicherheitsfirma und setzte sich für behinderte Veteranen ein.