Zwei Drittel aller deutschen Männer sind zu dick. Auch bei den Frauen sieht es nicht viel besser aus.
In keinem anderen Land Europas ist der Anteil der Übergewichtigen höher, berichtet das Europäische Statistikamt Eurostat zu seinem aktuellen Jahrbuch. 48 Prozent der Männer in Deutschland haben danach Übergewicht, weitere 18,8 Prozent leiden sogar an Fettleibigkeit.
Ein bisschen mehr Sport könnte zwei Drittel der deutschen Männer nicht schaden (© Foto: dpa)
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Noch mehr Fettleibige gibt es den Daten nach zwar auf Malta (25,1 Prozent), in England (22,3 Prozent) und Ungarn (19,7 Prozent). Mit den Übergewichtigen zusammen bleiben deren Zahlen aber unter den 66,8 Prozent "Pfundskerlen" in der Bundesrepublik.
Am niedrigsten liegt der Anteil übergewichtiger Männer in Lettland (32,5 Prozent), Estland (33,4 Prozent) und Frankreich (35,1 Prozent). Die wenigsten Fettleibigen fanden die Statistiker in Rumänien (7,7 Prozent) und den Niederlanden (7,9 Prozent).
Mehr dicke Männer als Frauen
Frauen scheinen europaweit mehr auf ihre Linie zu achten: "In allen Mitgliedstaaten war der Bevölkerungsanteil der Übergewichtigen bei den Männern höher als bei den Frauen", stellte Eurostat fest.
Die meisten schlanken Frauen leben in Österreich: Dort haben laut Eurostat nur 20,3 Prozent der Frauen Übergewicht, gefolgt von den Französinnen (21,2 Prozent) und den Slowakinnen (22,4 Prozent). In Deutschland sind 31,3 Prozent der Frauen übergewichtig.
Bei den Fettleibigen sieht die Situation zumindest in einigen Ländern anders aus: In Deutschland etwa übertrifft der Anteil fettleibiger Frauen nach Angaben der Statistiker mit 21,7 Prozent die entsprechende Quote der Männer. Noch mehr fettleibige Frauen gibt es in der EU nur in England - dort liegt ihr Anteil bei 23 Prozent. Die wenigsten fettleibigen Frauen wurden in Italien (7,9 Prozent) und Österreich (8,6 Prozent) erfasst.
Das Statistikamt legte seiner Erhebung den so genannten "Body Mass Index" (Körpermasseindex, BMI) zu Grunde. Als übergewichtig gelten Menschen mit einem BMI von 25 bis 29,9. Ab einem BMI von 30 werden sie zu den Fettleibigen gezählt. Berechnet wird der BMI aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Größe in Metern.
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(dpa)
Kapitalabzug aus Südeuropa
Nach der Definition wäre ja ein voll austrainierter Leistungssportler wie der Herminator (1,81m/90kg) übergewichtig kurz vor der Grenze zur Fettleibigkeit........
Wenn man eine solche Statistik seriös erstellen will, muß man schon das Verhältnis von Muskelmasse und Fettanteil am Gesamtgewicht berücksichtigen. Sonst wird das nix.
Warum denn nicht einen Teil der "Stütze" in gesunden(!) Naturalien auszahlen?
Könnte man darüber nicht die Agrarüberschüsse der EU abbauen und die so eingesparten Gelder dafür verwenden, dass auch in den neuen Beitrittsländern der EU die Statistiker lernen, den BMI richtig zu berechnen?
Mal im Ernst: Im Artikel fehlen alle Angaben über die Anzahl der im jew. Land erfassten Personen. Wer weiß, welche Statistiken im jew. Land benutzt wurden, um diese Studie zu erstellen? Mich hat jedenfalls noch niemand von Eurostat nach meinem BMI gefragt (20,4 übrigens, und das als Deutscher!)...
dieser minderwertigen Kost ist natürlich sehr viel Fett und Zucker.
na ich bezweifle mal dass die Leute in Rumänien, Lettland und Estland mehr Geld zur Verfügung haben...wahrscheinlich hocken die nur nicht solange vor der Glotze und können sich die teuren Tiefkühlpizzas und Chips leisten
Der BMI Wert ist ja ganz schön - allerdings auf Personen die Krafttraining als Sport betreiben völlige unsinnig - schliesslich ist das Ziel des Krafttraining das Muskelwachstum.
Zu Beginn hatte ich ein Gewicht von ca. 68 Kg bei 1,83 m Grösse Heute nach 13 Jahren
100 kg mit der gleichen Grösse. Und das ist definitiv nicht nur FETT.
Diese Problematki erkenne ich nicht nur in diesem Bereich - eine Zahl oder ein Index wird
ins Leben gerufen und keiner hinterfragt die Berechnungsmethode - siehe Inflationsrate
- es gibt eigentlich keine "Inflatiionsrate" es gibt eine Berechnungsmethode der Preis-
steigerungen eines Warenkorbes. Aber in unserer "schnellen" Zeit gilt es nicht solche
Kleinigkeiten zu beachten - Schade.
sondern des Bewußtseins. Selbst der billigste Discounter führt nicht nur Pizza, Chips und Dosenfutter, sondern auch Gemüse. Richtig ist aber sicher, dass es in gewissen Gesellschaftsschichten entweder zu wenig Wissen oder schlicht gar kein Bewußtsein gibt, sich und seine Kinder gesund zu ernähren.
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