Querstehende Lastwägen, blockierte Autobahnen: Schneefälle haben auf deutschen Straßen zu Unfällen und kilometerlangen Staus geführt. Ein Mann starb.

Der neuerliche Wintereinbruch hat in der Nacht zum Samstag zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf den Straßen geführt. Auf einigen Autobahnen stellten sich Lastwagen quer. In Niedersachen starb ein Mann.

Schnee, Winter, dpa

Gefährliche Glätte: In Siegen kollidierten ein Bus und ein Sattelschlepper. (© Foto: dpa)

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Die größten Behinderungen wegen glatter Fahrbahnen gab es auf der A3 bei Würzburg. Dort stauten sich die Fahrzeuge wegen liegengebliebener Lastwagen in Richtung Frankfurt auf einer Länge von 35 Kilometern. In Gegenrichtung stockte der Verkehr auf 25 Kilometern.

In Oberfranken rutschten auf der A 70 zwischen Schirradorf und Thurnau-West drei Sattelzüge ineinander und blockierten die Autobahn in Richtung Bayreuth. Ein Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Der Verkehr musste umgeleitet werden.

Auf der A 9 blieben mehrere Lastwagen am Bindlacher Berg und der Schiefen Ebene liegen. Im Landkreis Coburg kam ein Rettungsfahrzeug im Einsatz bei Schneeglätte nicht mehr weiter. Erst als der Räumdienst eintraf, konnte der Patient in die Notaufnahme gebracht werden.

Sturz in die Tiefe

Am späten Abend wurde ein 26-Jähriger im niedersächsischen Wolfenbüttel getötet, als sein Wagen von der Straße abkam und der Mann aus dem Auto geschleudert wurde. Seine Begleiterin wurde leicht verletzt. Die Polizei in Braunschweig geht davon aus, dass das Pärchen zu schnell gefahren ist und der Mann nicht angeschnallt war.

In Schleswig-Holstein prallte ein Autofahrer mit einem entgegenkommenden Wagen eines Pärchens zusammen. Alle drei Beteiligten wurden schwer verletzt. Insgesamt hatte es "wesentlich mehr Unfälle als an einem gewöhnlichen Freitagabend" gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Kiel. Die genaue Zahl war zunächst unklar, es habe sich aber meist um Blechschäden gehandelt.

Konkrete Zahlen für Brandenburg teilte das Lagezentrum des Innenministeriums in Potsdam mit: Bei 175 Unfällen in dem Bundesland seien am Freitag 17 Menschen verletzt worden, sagte eine Sprecherin.

Im Kreis Würzburg verlor am Samstagmorgenein LKW-Fahrer beim Überqueren einer vereisten Brückedie Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte samt Anhänger acht bis zehn Meter tief. Der Mann wurde schwer verletzt.

Einen Sachschaden von 200.000 Euro verursachte am Freitagabend ein Massenunfall mit 14 Fahrzeugen auf schneeglatter Straße im westfälischen Halle. Wie die Polizei in Gütersloh mitteilte, rutschten die Wagen im Schneegestöber gegen Leitplanken oder in bereits verunglückte Fahrzeuge. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug waren an dem Unfall beteiligt. Mehrere Fahrzeuge erlitten Totalschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Die Meteorologen warnen des Deutschen Wetterdienstes warnen für Samstagmorgen vor weiteren Unwettern und massiven Schneefällen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. Die Schneefälle sollen teilweise noch bis in den Vormittag andauern.

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(APN/dpa/ddp-bay/gal/grc)