Gerichtsmediziner bestätig: Der Popstar Michael Jackson wurde mit einer Überdosis Propofol getötet.
Nach dem offiziellen gerichtsmedizinischen Befund ist Michael Jackson an einer "akuten Propofol-Vergiftung" gestorben. Jacksons Tod wurde vom zuständigen Gerichtsmediziner in Los Angeles als Tötungsdelikt eingestuft.
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Nach dem offiziellen gerichtsmedizinischen Befund ist Michael Jackson an einer "akuten Propofol-Vergiftung" gestorben. (© Foto: AP)
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Dies bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass gegen Jacksons Arzt Conrad Murray auch Anklage erhoben wird. Vor allem Jacksons jahrelange Arzneimittelabhängigkeit könnte Murray entlasten.
Der am Freitagabend veröffentlichte Befund bestätigt weitgehend ein von der Polizei zusammengestelltes Dokument, das bereits am Montag von CNN und der Los Angeles Times veröffentlicht worden war. Außer dem Narkosemittel Propofol trug danach auch das angstlösende Lorazepam zu Jacksons Tod bei.
Weiterhin wurden in seinem Körper das Sedativum Midazolam, Valium, das Schmerzmittel Lidocain und das stimulierende Ephedrin gefunden. Letzteres hatte Murray Jackson in einem vergeblichen Versuch gespritzt, die Wirkung der Beruhigungsmittel zu neutralisieren.
Der am Montag veröffentlichte Bericht enthielt auch eine Chronologie der letzten Stunden, die zum großen Teil auf einem Verhör Murrays durch die Polizei beruhte. Murray beschreibt dort, dass er Jackson in den sechs Wochen vor dessen Tod jede Nacht Propofol über eine Infusion verabreicht habe.
Aus Sorge, dieser würde abhängig von dem für Vollnarkosen verwendeten Stoff, der nur unter Aufsicht eines Anästhesisten und mit entsprechender Überwachung der Herz- und Atemfunktion verwendet werden darf, versuchte er, die Dosis zu senken und durch andere Mittel zu ersetzen.
Anfangs sei dies auch gelungen. In der Nacht vor seinem Tod konnte Jackson aber auch nach fünf Spritzen mit Valium und anderen Beruhigungsmitteln noch nicht einschlafen. Nach sechs Stunden, so Murray, habe er den Wünschen Jacksons dann nachgegeben und ihm seine "Milch" verabreicht, wie der Star die weißliche Lösung mit dem Propofol nannte. 15 Minuten später, nachdem Murray vorübergehend Jacksons Schlafzimmer verlassen hatte, habe er ihn leblos in seinem Bett gefunden.
Woher das Propofol stammte, ist bislang nicht bekannt. Es verdichten sich aber die Anzeichen, nach denen es möglicherweise von Jacksons Hautarzt Arnold Klein stammte. In einigen Internet-Blogs wird berichtet, dass dessen Praxis am Freitag von der Polizei durchsucht worden sei.
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(SZ vom 29.08.2009/segi)
FKK-Slackliner Alexander Schulz