Nach heftigen Regenfällen ist in Uganda ein ganzes Dorf verschüttet worden. 80 Menschen kamen ums Leben, 300 weitere wurden verschüttet - unter ihnen 50 Kinder.
Von Erdmassen begraben: Bei einem Erdrutsch im Osten Ugandas sind mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Katastrophenschutzministers Tarsis Kabwegyere geht die Regierung davon aus, dass sich noch bis zu 300 Verschüttete unter den Erdmassen befinden könnten - unter ihnen 50 Kinder. Etwa 10.000 Menschen verloren ihr Zuhause.
Ein Schuljunge läuft an der Unglücksstelle am Fuße des Mount Elgon, einem erloschenen Vulkan im Osten Ugandas, entlang. 300 Menschen sollen noch unter den Erdmassen begraben liegen, 80 wurden bereits tot geborgen. (© Foto: AFP)
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Medienberichten zufolge begruben die Erdmassen ein ganzes Dorf in der Bududa-Bergregion, 275 Kilometer östlich der Hauptstadt Kampala, unter sich. Zuvor hatte es sieben Stunden lang heftig geregnet. Rettungskräfte suchten am Fuße des Mount Elgon unter Hochdruck nach Überlebenden. Unter den noch vermissten Dorfbewohnern sind mindestens 50 Kinder, die vor den schweren Regenfällen Zuflucht in einer Gesundheitsstation gesucht hatten. Das Gebäude ist aber völlig zerstört und war zunächst unzugänglich.
Die Menschen wurden in der Nacht von den Erdrutschen überrascht, die in drei entlegenen Dörfern Häuser, Geschäfte und mindestens eine Schule unter sich begruben. "Alle Häuser sind zerstört", sagte der Bezirksdirektor Wilson Watira in einem Telefongespräch aus der Katastrophenregion. "Die Lage ist schrecklich. Wir versuchen, die Leute zu retten, aber wir haben keine Geräte, um Verschüttete zu bergen."
"Lautes Krachen und Rauch"
Ein Überlebender schilderte, wie er auf einem Berg den Erdrutsch erlebte: "Ich habe ein lautes Krachen gehört, dann haben wir Rauch gesehen und dann den Erdrutsch. Wir sind weggelaufen und haben viele Menschen und Tiere zurückgelassen", sagte der Mann. "Als wir zurückkamen, waren die meisten von unseren Leuten weg."
Auch das Vieh und die Erntevorräte der Dorfbewohner wurden unter dem Geröll begraben. Die ugandische Regierung schickte Truppen in das Katastrophengebiet, um bei der Bergung der Toten zu helfen.
In Uganda und auch im benachbarten Kenia hatte es in den vergangenen zwei Monaten immer wieder über längere Zeiträume hinweg stark geregnet, was für die Jahreszeit ungewöhnlich ist.
Im Video: Bei einem Erdrutsch im Osten Ugandas sind mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen.
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(Reuters/APN/AFP/kat/vbe)
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