Die Zahl der Toten steigt in der Erdbebenregion in den Abruzzen weiter, in der Nacht gab es erneut massive Erdstöße, die sogar in Rom zu spüren waren. Papst Benedikt XVI. will nach Ostern in das verwüstete Gebiet reisen.
Drei Tage nach dem schweren Erdbeben in Italien haben die Rettungskräfte am Donnerstagmorgen in der Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila mehrere Menschen tot in den Trümmern ihrer Häuser aufgefunden. Drei Leichen bargen sie aus einem eingestürzten Studentenwohnheim. Damit stieg die Zahl der Toten auf mindestens 278, unter ihnen 16 Kinder, teilten die Carabinieri der Abruzzen-Haupstadt mit.
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Alles verloren: Ein Mann steht vor seinem kollabierten Haus in der Ortschaft Onna. Auf der Schulter trägt er eine schwarze Plastiktüte, mit der Habe, die er bergen konnte (© Foto: AP)
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Einige der Toten lagen unter den Trümmern eines Studentenheims begraben, das am Montag wie ein Kartenhaus eingestürzt war, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Nach Polizeiangaben vom Mittwochabend wurden noch 20 bis 30 Menschen vermisst.
Insgesamt wurden fast 1200 Menschen verletzt, 179 von ihnen schwer. Beinahe 18.000 Menschen verbrachten die Nacht bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt in Zelten, 3000 fanden vorübergehend Obdach in Hotels oder anderen Unterkünften.
Erdstöße in der Nacht versetzten die Bewohner Mittelitaliens erneut in Angst und Schrecken. Sie waren in Rom und weiten Teilen der Region zu spüren. Ein Beben kurz nach Mitternacht wurde mit einer Stärke von 5,2 gemessen, berichteten die italienischen Medien.
Massenbegräbnis an Karfreitag
Das verheerende Beben, das die Region in den Abruzzen rund um die Stadt L'Aquila am Montagmorgen erschüttert hatte, hatte eine Stärke von 5,8 erreicht. Seit Montag wurden mehrere hundert Nachbeben registriert.
Die ersten beiden Toten wurden am Mittwoch beerdigt. Für Karfreitag, der zum nationalen Trauertag ausgerufen wurde, ist ein staatliches Massenbegräbnis vorgesehen.
Die Messe soll der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone zelebrieren. Papst Benedikt XVI. will sich nach Ostern in das Katastrophengebiet begeben.
Die Popsängerin Madonna spendete nach Angaben ihrer Sprecherin der vom Erdbeben zerstörten Ortschaft Pacentro, aus dem ihre Großeltern väterlicherseits stammen, eine beträchtliche Summe. Das Magazin People sprach von 500.000 Dollar (377.000 Euro).
Das schwere Beben der Stärke 6,2 hatte die Region um L'Aquila in der Nacht zum Montag erschüttert. Es war das schwerste Erdbeben in Italien seit drei Jahrzehnten. Die Regierung rechnet mit Kosten von mindestens drei Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Region.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(AFP/dpa/odg/hai)
Analyse des DFB-Kaders
CC: Boh nochmal.
Nörgeln hilft vielleicht. Ich würde sagen, Italien sollte Deutschland verklagen weil Friedrich II die Stadt dort gegründet hat.
Blödsinn bei Seite, ich bleibe dabei, ich wollte nur die gute Arbeit feststellen. Jetzt kommen Sie und behaupten es ist eh alles korrupt. Wie Sie wollen, scheinbar kennen Sie sich in Italien so gut aus.
Shortdiver: Boh
"Ich verstehe jetzt den Sinn einiger Beiträgen nicht."
Das schrieben Sie, Shortdiver!
Ihnen nicht bekannt der Zusammenhang zwischen einer dreisten Politik und der hohen Anzahl von Toten, Schwerstverletzten, Mittellosen, Existenzvernichteten im aktuellen Fall?
Italien ist auch bekannt für andere Katastrophen.
Aber viele Probleme teilt Deutschland bereits mit Italien.
cc.
Ich verstehe jetzt den Sinn einiger Beiträgen nicht.
Aber das liegt sicher an mangelndes Vermögen meinerseits und sicher nicht an Mafia/Berlusconi/Politiker oder was weiß ich.
Ich wollte mit meinem ersten Beitrag nur sagen, dass diesmal die ganzen Koordination des Rettungsapparates funktioniert hat und das ist positiv zu sehen.
Bleibt nur zu hoffen, dass es so weiter geht und der Wiederaufbau schnell voranschreitet und vor allem dass die Erdbebenvorschriften eingehalten werden.
Man kann -berechtigter Weise- gespannt sein.
Man glaubt es kaum, dass die Häuser innerhalb einer "hoch modernen EU" zusammenfallen wie Kartenhäuser.
Die Menschen können einem Leid tun, dass die Mafia ihre Strukturen nicht nur in der Politik, sondern in fast allen Wirtschaftszweigen Italiens hat (z.B. Wohnungsbau, Gastronomie und Abfallwirtschaft).
Die Betroffenen und ganz Italien (außer Mafia) dürften Berlusconi nicht mehr wählen...
Wann wird eigentlich bei uns die Mafia abgewählt?
"Lassen wir die Leute arbeiten, auch die Politiker."
Guter Ansatz: welche Politiker eigentlich?
Die Abriss-Politiker?
Dann haben Sie irgendwie recht!
cc.
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