Nach dem schweren Beben in den italienischen Abruzzen müssen Zehntausende Häuser neu errichtet werden. Die Not ist groß: Mehr als 30.000 Menschen campieren in Zelten.
Nach dem schweren Erdbeben in den italienischen Abruzzen vor mehr als einer Woche schätzt die Regierung in Rom die Kosten für den Wiederaufbau auf etwa zwölf Milliarden Euro. Das berichtete die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" unter Berufung auf Innenminister Roberto Maroni.
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Völlig zerstört: Ein vom Beben gezeichnetes Verwaltungsgebäude in L'Aquila (© Foto: AFP)
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Bei dem Erdbeben seien mehr als 10.000 Gebäude zerstört oder beschädigt worden. Besonders betroffen davon ist die mittelalterliche Stadt L'Aquila - dort ist jedes zweite Gebäude unbewohnbar. Auch viele historische Monumente, vor allem Kirchen, wurden beschädigt.
Ein großer Teil der Häuser könne zudem höchstwahrscheinlich nicht renoviert, sondern müsse vollkommen neu aufgebaut werden, teilte der italienische Zivilschutz in einer ersten Bilanz mit.
Nach Angaben des italienischen Katastrophenschutzes brauchen 58.000 Menschen in der Region nun eine neue Bleibe, 34.000 von ihnen sind derzeit in Zelten untergebracht.
Bei dem Erdbeben der Stärke 5,8 waren am 6. April fast 300 Menschen gestorben. Seitdem wurde die Region immer wieder von teils schweren Nachbeben erschüttert.
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(AFP/dpa/akh/hai)
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