Erdbeben auf den Philippinen Zahl der Todesopfer erhöht sich auf mehr als 40

Ein schweres Erdbeben hat am Montag die Zentralphilippinen erschüttert. Jüngsten Angaben zufolge kamen dabei mehr als 40 Menschen ums Leben. Die Behörden fürchteten zunächst, die heftigen Erdstöße könnten einen Tsunami nach sich ziehen.

Ein starkes Erdbeben hat am Montag (Ortszeit) die Zentralphilippinen erschüttert. Jüngsten Angaben des Militärs zufolge kamen dabei mehr als 40 Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern ist auch mindestens ein Kind: Es sei in der Ortschaft Taysan in der Provinz Negros Oriental von einer einstürzenden Betonmauer erschlagen worden, teilte der Leiter der Zivilschutzbehörde mit.

Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie veröffentlichte zunächst eine Tsunami-Warnung für die Ostküste des Landes. Das Beben könne eine Welle von bis zu einem Meter Höhe auslösen, hieß es in der Mitteilung. Die Warnung wurde mittlerweile jedoch wieder aufgehoben.

In der Stadt San Carlos in der Provinz Negros Occidental sei ein Einkaufszentrum beschädigt worden, sagte der Leiter der Zivilschutzbehörde. Infolge der Erdstöße seien die Scheiben des Gebäudes zu Bruch gegangen. Auch in der zweitgrößten Stadt des Landes, Cebu, war das 30 Sekunden dauernde Beben zu spüren.

Dem philippinischen Institut für Vulkanologie und Seismologie zufolge erreichte das Beben eine Stärke von 6,9 auf der Richterskala. Die US-Geologiebehörde USGS korrigierte die Stärke des Bebens mehrfach, zuletzt auf 6,7. Das Zentrum des Bebens lag nach USGS-Angaben 573 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila, zwischen den Inseln Negros und Cebu in etwa 20 Kilometern Tiefe.

Die Philippinen liegen im sogenannten Feuerring im Pazifik, wo sich 90 Prozent aller Erdbeben weltweit ereignen. 1990 waren bei einem Beben der Stärke 7,7 auf der philippinischen Insel Luzon fast 2000 Menschen ums Leben gekommen.

Erst im Dezember hatte ein Tropensturm vor allem im Süden der Philippinen gewütet: Taifun Washi kostete mehr als 1000 Menschen das Leben und richtete verheerende Schäden an.