Vor Gericht brach er nur kurz sein Schweigen: Der Mann, der in einem Überlandbus in Kanada einen Mann geköpft und Teile von ihm gegessen haben soll, will sterben.

Der mutmaßliche Mörder, der in einem Greyhound-Bus in Kanada einen Mann erstochen, geköpft und Teile von ihm gegessen haben soll, hat darum gebeten, getötet zu werden.

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Nach einer Unterbrechung der Anhörung antwortete der 40 Jahre alte Vince Weiguang Li auf die Frage des Richters, ob er einen Anwalt wünsche, mit Kopfschütteln. Dann sagte er leise: "Bitte, töten Sie mich."

Gerichtsangestellte und anwesende Reporter bestätigten die Worte, vom Richter gab es dazu keine Stellungnahme.

Polizeibeamte, die zu dem Bus geeilt waren, fanden in einer von Lis Taschen einen Plastikbeutel. Darin befanden sich ein Ohr, die Nase des Opfers und Teile des Mundes, wie aus einem von der Staatsanwaltschaft als Beweismittel eingereichten Polizeibericht hervorgeht. Damit soll der Antrag auf eine psychiatrische Untersuchung untermauert werden. Li habe zu den Beamten lediglich gesagt: "Ich muss für immer im Bus bleiben."

Der vor vier Jahren aus China nach Kanada eingewanderte Li hatte sich bislang geweigert, mit der Staatsanwaltschaft oder seinem Pflichtverteidiger zu sprechen. Li ist wegen Mordes angeklagt. Nach Angaben der Polizei hat Li keine Vorstrafen.

Der 40-Jährige hatte am Mittwochabend vor den Augen von 34 Passagieren seinen Sitznachbarn mit dutzenden Messerstichen getötet und ihm den Kopf abgetrennt. Laut Staatsanwaltschaft stach er bis zu 40 Mal auf sein Opfer ein. Polizisten gaben demnach an, bei der Umstellung des Busses an einer Landstraße rund 90 Kilometer von Winnepeg gesehen zu haben, wie Li Teile des 22-jährigen Mannes aß.

Der nächste Gerichtstermin wurde auf den 8. September angesetzt.

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(AFP/AP/grc)