Alle Hinweise führten bislang in eine Sackgasse: Von der entführten Maria Bögerl fehlt weiter jede Spur. Nun fokussiert sich die Hoffnung auf eine Fall-Rekonstruktion im Fernsehen.
Seit Tagen bleibt die Fahndung nach der entführten Heidenheimer Bankiersfrau Maria Bögerl erfolglos. Die Hoffnungen der Familie konzentrieren sich nun auf die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY...ungelöst, in der der Fall an diesem Mittwoch Thema sein wird. In einem Beitrag will sich der Ehemann des Opfers direkt an den oder die Täter wenden.
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Handzettel und Fahndungsaushänge brachten bisher noch keine heiße Spur. (© Foto: ddp)
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Seit der Entführung am vergangenen Mittwoch ist kein weiterer Kontakt zwischen der Familie der 54-Jährigen und den Tätern bekannt.
In dem immer mysteriöser erscheinenden Fall hatten am Dienstag auch neue Spuren nicht weitergeholfen: Das Blut, das Spürhunde im Wald entdeckt hatten, stammte nicht von einem Menschen, sondern von einem Rehbock, den ein Jäger geschossen hatte.
"Schlag ins Leere"
Auch die Hoffnung auf Hinweise eines Hausierers, der am Tag der Entführung in der Nähe des Wohnorts der Frau Blindenwaren verkauft hatte, zerschlug sich. Er meldete sich zwar bei der Polizei, aber weder er noch seine drei Kollegen konnten etwas zur Aufklärung des Falles beitragen. "Es war ein Schlag ins Leere", sagte ein Polizeisprecher.
Sogar Wagenladungen mit Erde, die in einem Steinbruch deponiert waren, wurden nach einem Hinweis abgetragen. Doch erneut: Fehlanzeige.
Die Ermittler hatten ihre Suche nach der Baden-Württembergerin am Dienstag auf weitere Waldgebiete ausgedehnt. 100 Beamte waren zu Fuß, mit Hundestaffeln und mit einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz. Auch Lauben und Hütten in der Nähe des Ortes der misslungen Geldübergabe wurden durchsucht.
Wie der Sprecher sagte, werde nun auch punktuell dort gesucht, wo jemand gefangen gehalten werden könnte, sagte der Sprecher. Das gelte auch für die nächsten Tage.
Der Ehemann Thomas Bögerl hofft weiter auf wichtige Informationen aus der Bevölkerung. Er verdoppelte die Belohnung für Hinweise, die zur Klärung des Falls führten, auf 100.000 Euro. Die eine Hälfte lobte der Ehemann der Entführten privat aus. Die andere die Sparkasse Heidenheim, deren Vorstand er ist.
Binnen einer Woche sind bei der Polizei etwa 630 Hinweise eingegangen, die von 80 Beamten der "Soko Flagge" bearbeitet werden. Seit Sonntagnachmittag hat die Polizei zudem ein sogenanntes "vertrauliches Telefon" eingerichtet, über das bislang 30 anonyme Hinweise eingingen.
Aktenzeichen XY läuft an diesem Mittwochabend um 20.15 Uhr im ZDF.
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(dpa/AP/ehr/dmo)
Kapitalabzug aus Südeuropa
...da passiert ist, andererseits stellst sich mir immer und immer wieder die frage; was wäre, wenn's keine bankiersfrau wäre, lediglich ne frau von nem hartz IV empfänger?
obs da auch so nen aufwand gäbe?
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Na, auf alle Fälle würde MEINE Sparkasse wohl kaum für mich 50.000 obendrauflegen ;-) - aber dem Cheffe hilft man da schon mal unter Vorstandskollegen ...
100.000 ist die Frau von Normalos halt nicht wert.
keine frage,auch diese entführung ist schrecklich und man kann der frau nur eine gesunde rückkehr wünschen.dennoch möchte ich die ketzerische frage stellen,ob man bei ein paar armen schluckern,einer familie aus der sogenannten unterschicht mit derselben intensität und ebneso lange fahnden würde.
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