Weil in Khartum bei einer Modenschau Frauen und Männer im Publikum nebeneinandersaßen, schritt die Polizei ein. 25 Menschen wurden festgenommen.
Religiöse Sittenwächter haben in der sudanesischen Hauptstadt Khartum 25 Models, Designer und Visagisten vorübergehend festgenommen. Die Polizei war in der vergangenen Woche nach einer als "unislamisch" empfundenen Modenschau eingeschritten, wie sudanesische Medien berichteten.
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Es handelte sich um eine der seltenen Schauen, bei denen Männer und Frauen gemeinsam im Publikum saßen, berichtete der Rundfunksender Radio Miraya.
Der sudanesische Künstler Raschid Diab kritisierte in dem Sender die Polizeiaktion und betonte, dass solche Vorfälle nur die kreative Szene im Land behinderten.
Im vergangenen Jahr hatten Beamte der Sittenpolizei mehrere junge Frauen festgenommen, weil sie Hosen getragen hatten. Ein Gericht verurteilte sie zu Peitschenhieben wegen "unmoralischer" Kleidung. Der Fall erregte international Aufmerksamkeit, weil auch eine für die UN arbeitende sudanesische Journalistin unter den festgenommenen Frauen war.
Der Islam ist im Sudan Staatsreligion. Mit Ausnahme der autonomen Region Südsudan gilt in dem nordostafrikanischen Land die Scharia.
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(dpa/kat/gba)
Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
Sie werden es nicht glauben, aber abgesehen davon, dass es völlig offensichtlich ist, weiss ich auch aus eigener Erfahrung, dass muslimische Frauen Kleidungszwängen unterliegen. Ich kenne sogar Musliminnen, die aufgrund ihres "unislamischen" Lebenswandels vor ihrer Familie fliehen mussten, weil sie Morddrohungen ausgesetzt waren. Dazu muss ich sagen, dass ich nur drei Musliminnen intensiver kenne, wovon aber zwei dieses Schicksal ereilte. Während die eine nach Ihrer Rückkehr zwangsverheiratet und nach Marokko verschleppt wurde, hat die andere ihre Familie seit mehr als 10 Jahren nicht gesehen, hat aber durchaus Anhaltspunkte dafür, dass ihre Familie sie immer noch verfolgt. Soviel zum Thema persönliche Erfahrung mit der angeblich nicht vorhandenenen Unterdrückunge der islamischen Frauen. Können Sie da mithalten?
Ich bin im mir im übrigen sicher, dass meine drastischen Erfahrungen der Tatsache geschuldet sind, dass es sich bei meinen Bekannten um intelligente, studierte Frauen handelte, die voll integriert waren und deshalb nicht ins mittelalterliche Brauchtum zurück wollten. Insofern mögen sie evtl. nicht 100%ig repräsentativ sein, da diese Entwicklung den meisten Musliminnen verwehrt bleibt.
Wieso meinen Sie, dass ich mich aufrege? Diese Dinge haben nichts mit "eine andere Meinung haben" zu tun, sondern mit Fakten. Es stoßt mir einfach nur sauer auf, wenn Leute von Dingen reden, mit denen Sie sich offensichtlich nicht so tiefgründig beschäftigt haben und alles durcheinander werfen, um nur auf ihrer eigenen Meinung zu bestehen, nur um der eigenen Meinung willen. Aber dass durch diese falschen Behauptungen und Halbwahrheiten, Menschen "geschädigt" werden könnten, darüber wird sich kein Kopf gemacht. Die sind ja selber schuld!!
Warum regen Sie sich so auf? Können Sie nicht damit umgehen, wenn jemand eine andere Meinung hat?
Ich verherrliche gar nichts unreflektiert!! Im Gegenteil, ich rede von Fakten, weil ich diese Fakten kenne. Ich setze mich mit einer Thematik auseinander, bevor ich meinen Mund aufmache. Sie widersprechen sich total in Ihren Aussagen: einerseits geben Sie zu, dass offensichtlich willkürlich mit der Religion umgegangen ist, andererseits behaupten Sie mal wieder "...aber die Frage ist doch warum so viele keine Hosen tragen und auch niemals tragen dürften..." Von dürfen kann hier keine Rede sein. Sie differenzieren mal wieder nicht zwischen dem, was wirklich vorgeschrieben ist, und zwischen dem, was viele als Vorschrift verkaufen!
Sie wollen wissen, warum ein Staat ein Interesse daran haben sollte, sein Volk willkürlich zu behandeln und zu unterdrücken (egal ob bez. der Kleidung, freier Meinungsäußerung, freie Presse usw.)?! Sie wollen doch nicht wirklich eine Antwort darauf haben, oder?! Dafür braucht man auch nicht zwangsweise eine Religion, siehe Nord Korea, Birma etc. Aber mit Religion läßt sich sowas leichter durchsetzen!
Warum sollte der Staat für ein Interesse an dermaßen strengen Kleidungsvorschriften haben? Da sehe ich beim besten Willen keinen Sinn drin. Sie glauben, dass der Staat sich des Islams bedient, viel wahrscheinlicher, wenn nicht offensichtlich ist doch, dass der Islam sich des Staates bedient.
Sie fragen warum hier so viele Musliminnen Hosen tragen, aber die Frage ist doch warum so viele keine Hosen tragen und auch niemals tragen dürften.
Und die Tatsache, dass diese Vorschriften nicht im Koran stehen zeigt umso mehr wie willkürlich mit Religion umgegangen wird, im Christentum übrigens genauso wie im Islam.
Wollen Sie ernsthaft verleugnen, dass es im Islam strikte Kleidungsvorschriften, v.a. für Frauen gibt? Denken Sie doch mal nach bevor Sie eine Religion unreflektiert verherrlichen, was auch immer Sie für ein Interesse daran haben.
Paging