Eisbär-Star Knut bleibt Einzelkind: Mutter Tosca hat zwar erneut zwei Junge zur Welt gebracht - doch sie überlebten nicht.
Eisbär-Star Knut bleibt geschwisterlos. Mutter Tosca hat zwar zwei Junge zur Welt gebracht. Allerdings wurden beide in der Wurfhöhle des Berliner Zoos tot gefunden. Das teilte der Zoo am Freitag mit.
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Genießt den Winter: Eisbär-Star Knut. (© Foto: ddp)
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Nach Angaben von Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz haben die Jungtiere - ein Männchen und ein Weibchen - nach der Geburt gelebt. Sie seien äußerlich unverletzt gewesen. Offenbar habe sich Tosca um sie gekümmert, aber die Babys hätten nicht genug Nahrung aufgenommen.
Die Eisbärin hatte im Dezember 2006 Zwillinge geboren, einer starb, Knut überlebte und wurde weltweit bekannt. 2005 hatte Tosca Drillinge tot geboren.
Der Zoo gab nicht bekannt, zu welchem Zeitpunkt die Tosca-Babys zur Welt gekommen waren. Erfahrungsgemäß werfen die Bärinnen im Dezember, es kann aber auch Januar werden. Knuts Geburtstag war der 5. Dezember 2006.
Trotz des diesjährigen Schicksals der Tosca-Babys zeigt der Zoo-Chef Hoffnung "auf eine erfolgreiche Nachzucht in den kommenden Jahren". Das Verhalten der Eisbärin lasse "eine Weiterentwicklung erkennen". Im Fall von Jungbär Knut vor etwas mehr als zwei Jahren hatte Tosca nur kurzzeitig versucht, ihn und seinen Zwilling säugen zu lassen.
Tierpfleger Thomas Dörflein hatte aber nach fünf Stunden erkannt, dass die Bärin die Kleinen ignoriert und beide Jungtiere gerettet. Einer der Zwillinge starb nach vier Tagen, Knut kam dank der Handaufzucht von Dörflein durch und wurde wie sein Pfleger berühmt. Dörflein starb am 22. September vergangenen Jahres an den Folgen eines Herzinfarkts.
Knuts Mutter hatte sich im Dezember für vier Tage in die Wurfhöhle zurückgezogen. Aufgrund der Geräuschkulisse, so der Zoo in einer Mitteilung, seien die Tierärzte und -pfleger relativ sicher gewesen, dass es zu einer Geburt gekommen war. Die Kontrolle konnte aber erst nach vier weiteren Tagen erfolgen, als Tosca erstmals die Wurfhöhle verließ. Dabei wurden die Babys dann tot gefunden.
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(dpa/hai/gba)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele "Verbesserungen" sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.