Ein Zivildienstleistender hat mit dem "Papst-Golf" für ein Vermögen an ein Kasino verkauft. Das will den Wagen nun gewinnbringend weiter versteigern - aber es gibt Probleme.
Die zweite Versteigerung des "Papst-Golfs" aus dem Sauerland ist wegen technischer Schwierigkeiten vorzeitig abgebrochen und neu gestartet worden.
Auto mit berühmten Vorbesitzer: der "Papst-Golf". (© Foto: dpa)
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Im System des amerikanischen Internet-Auktionshauses eBay machte nach Auskunft eines Sprechers des Verkäufers die deutsche Fahrgestell-Nummer Probleme. "Wir waren auch überrascht, dass die Auktion gelöscht wurde", sagte eine Ebay-Sprecherin.
Die in den USA eingestellte Auktion war am Mittwoch bei einem Höchstgebot von rund 150.000 Euro gestoppt worden.
Kurz darauf wurde der bereits 2005 für knapp 190.000 Euro versteigerte ehemals auf Josef Kardinal Ratzinger zugelassene Golf auf der Internet-Plattform Ebay-Motors neu eingestellt.
Das Online-Casino Golden Palace hatte den Wagen vor zwei Jahren von einem damals 21-jährigen Zivildienstleistenden aus dem sauerländischen Olpe erworben.
"Ein bisschen mehr"
Benjamin Halbe hatte sich einige Monate zuvor mit dem gebrauchten 115-PS-Golf einen Traum erfüllt, ohne dem bekannten Vorbesitzer in den Fahrzeug-Dokumenten größere Beachtung zu schenken.
Nach der Wahl Ratzingers zum Papst bot er das "Papa-Mobil" im Internet an, um "ein bisschen mehr" als die von ihm bezahlten 9500 Euro zu bekommen. Das Ergebnis überstieg dann alle Erwartungen.
Nach Auskunft von Golden-Palace-Sprecher Richard Allen interessieren sich vor allem Deutsche für den derzeit in London geparkten Wagen. Von den rund 50 Bietern, die sich für die abgebrochene Auktion registrieren ließen, komme der Großteil aus der Bundesrepublik. Es seien aber auch Bieter aus Großbritannien und den USA dabei gewesen.
Am Donnerstag kam auch die neu gestartete Auktion, die noch bis zum 14. April läuft, ins Rollen. Während vergleichbaren gebrauchte Golf IV mit einer Laufleistung von 75 000 Kilometern ab 6000 Euro zu haben sind, wurden für den "Papst-Golf" bereits kurz nach dem Start der Auktion erneut rund 26.000 Euro geboten.
Interesse an dem vom Privatsekretär des damaligen Kardinals Ratzinger bei einem Siegener Autohändler gekauften Wagen haben nach Auskunft von Allen sowohl Privatleute, die christlich motiviert sind, wie auch Unternehmen. Diese setzen dabei vermutlich genau wie der derzeitige Besitzer auf den Marketing-Effekt.
Vor zwei Jahren war die Übergabe des Fahrzeuges von dem Zivildienstleistenden aus dem Sauerland an das Online-Casino zur besten Sendezeit im Fernsehen übertragen worden. Danach hatte Golden Palace den Wagen mit Aufklebern verziert als Werbeträger genutzt.
Benjamin Halbe hatte mit einem Teil des Gewinns eine Stiftung zur Unterstützung der Kinderhospiz-Arbeit gegründet. Beim zweiten Verkauf des Papst-Mobils geht der Gesamtbetrag an die britische Hilfsorganisation Habitat for Humanity.
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(dpa)
Studie von UN-Kinderhilfswerk