Rettung in letzter Sekunde: Ein Kind in Basel findet Kokain-Kugeln, spielt mit ihnen und will sie schlucken. Ein Nachbar kann gerade noch eingreifen.

Lebensgefährliches Spielzeug: Ein spielendes Kind ist am Dienstagabend in Basel in letzter Sekunde davor bewahrt worden, mit Kokain gefüllte Kügelchen zu schlucken. Das Rauschgift, das auf einem Müllsack am Straßenrand lag, hätte laut Polizei für das Kind tödlich sein können. Ein Nachbar sah, wie das Kind mit einer Cellophan-Kugel spielte und gerade dabei war, diese in den Mund zu nehmen.

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Kokain-Kugeln, auch "Fingerlinge" genannt, werden normalerweise von Drogenkurieren beim Schmuggeln geschluckt. Ein Aufplatzen im Magen ist tödlich. (© Foto: dpa)

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Da er annahm, dass es sich dabei nicht um einen harmlosen Gegenstand handeln könnte, schritt er ein und nahm dem Kind die Kugel weg.

An der Stelle fand der Mann daraufhin insgesamt zwölf weitere sogenannte Fingerlinge. Sie hatten zusammen ein Gewicht von 90 Gramm und einen Verkaufswert von umgerechnet etwa 4300 Euro. Derartige Plastikkapseln werden oft von Drogenkurieren für den Schmuggel geschluckt.

"Durch sein Handeln verhinderte der Anwohner womöglich Schlimmeres. Hätte das Kind ein Kügelchen geschluckt und wäre dieses im Körper aufgeplatzt, hätte das tödlich enden können", sage ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Basel. Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Fundort um ein Depot von Drogenhändlern, vermutet die Polizei. Die Ermittlungen laufen.

Ecstasy im Wäschekorb

Ein anderes Versteck für Drogen hat sich hingegen ein 27-jähriger Mann in Osnabrück ausgesucht. Unter der schmutzigen Wäsche in seiner Wohnung entdeckten Fahnder der Polizei bei einer Hausdurchsuchung am Donnerstag 950 Ecstasy-Tabletten. Der junge Mann war wegen eines Drogendelikts bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Der Fund geschah im Rahmen einer großen Aktion der Polizei: Bei weiteren Durchsuchungen in zehn weiteren Wohnungen in der Region Osnabrück fanden die Ermittler in neun Fällen weitere Drogen wie Heroin oder Kokain, aber auch einen Schlagring und einen Totschläger.

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(sueddeutsche.de/ojo/dpa)