Ein Familiendrama, Beziehungsfrust und Wut auf Politiker: Drei Schießereien in Missouri, Ohio und Kalifornien sorgten in den USA für Entsetzen.

Bei Bluttaten in mehreren US-Bundesstaaten sind am Donnerstag insgesamt dreizehn Menschen ums Leben gekommen. Drei Menschen wurden verletzt.

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Missouri Highway Patrol Troopers am Rathaus vom Kirkwood. (© Foto: AP)

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Ein Überfall ereignete sich in der Stadt Kirkwood in der Nähe von St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Nach Behördenangaben erschoss ein bewaffneter Mann zunächst zwei Polizisten. Er tötete dann den Tiefbaudirektor der Stadt sowie zwei Abgeordnete, wie eine Augenzeugin berichtete. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Polizeisprecherin Tracy Panus sagte, der Täter sei in die Sitzung gestürmt und habe "Erschießt den Bürgermeister" gerufen. Einzelheiten sollen am Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. Den Angaben zufolge wurde Bürgermeister Mike Swoboda schwer verletzt. Der Täter erschoss einen Polizisten vor dem Rathaus und einen weiteren im Gebäude.

Eine Reporterin der Zeitung St. Louis Post-Dispatch sagte, dass die Sitzung gegen 19 Uhr (Ortszeit) gerade begonnen habe und etwa 30 Menschen teilgenommen hätten. Der Angreifer habe mindestens eine Waffe gehabt. Der Justiziar der Stadt versuchte demnach, den Schützen abzuwehren, indem er Stühle auf ihn warf. Der Täter wurde schließlich von der Polizei getötet, wie die Behörden mitteilten.

Der Täter störte in der Vergangenheit mehrfach die Sitzungen des Stadtrates, wurde von Sitzungen verwiesen und zwei Mal festgenommen. Der Stadtrat erwog demnach sogar einen dauerhaften Ausschluss, entschied sich aber dagegen.

Der Gouverneur von Missouri, Matt Blunt, zeigte sich bestürzt über die Tat. Es handele sich um ein sinnloses und entsetzliches Verbrechen. Kirkwood liegt etwa 30 Kilometer von der Innenstadt von St. Louis entfernt und ist in der Gegend als ruhige Gemeinde bekannt.

Bei einem mutmaßlichen Eifersuchtsdrama im US-Bundesstaat Ohio sind zwei Frauen schwer verletzt worden.

Ein bewaffneter Mann habe am Donnerstag vor einer Grundschule in Portsmouth seine dort arbeitende Frau vor den Augen ihrer Schüler mit einem Messer angegriffen und auf sie geschossen, sagte eine Polizeisprecherin.

Auf dem Weg zu der Schule verletzte er eine weitere Frau - offenbar eine Freundin - mit dem Messer schwer. Im Anschluss an die Tat floh der Mann, nach dreistündiger Verfolgung durch die Polizei erschoss er sich offenbar selbst.

Als Motiv für die Tat vermutete die Polizei private Probleme: Die Lehrerin hatte kurz zuvor die Scheidung von dem Mann eingereicht. Die beiden verletzten Frauen befanden sich den Angaben zufolge in kritischem Zustand.

In Südkalifornien kam es zu einem blutigen Familiendrama. Fünf Menschen seien ums Leben gekommen, darunter ein Polizist, berichtete der Radiosender KCBS. Ein Mann hatte sich in einem Haus in einem Vorort von Los Angeles verbarrikadiert. Er teilte der Polizei mit, er habe drei Familienangehörige getötet.

Mehrere Stunden umstellten Einsatzteams der Polizei das Haus und nahmen es mit Tränengas unter Beschuss. Bei dem Versuch das Gebäude zu stürmen wurde ein Beamter erschossen, ein weiterer verletzt. Der Todesschütze starb noch am Tatort.

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(dpa/AP/odg/cag)