Der Luxuszug rollte erst unkontrolliert einen Berg hinab und entgleiste dann: Das Zugunglück in Südafrika hat inzwischen drei Menschenleben gefordert. Auch Deutsche waren an Bord.
Nach einem Zugunglück in Südafrika ist die Zahl der Toten auf drei gestiegen. Ein Besatzungsmitglied des Luxuszugs sei in der Nacht seinen Verletzungen erlegen, erklärte der Verwaltungsdirektor der Gesellschaft Rovos Rail, Rohan Vos. Zwei weitere Angestellte, darunter eine Schwangere, waren bereits bei dem Unglück am Mittwoch ums Leben gekommen. Sieben Fahrgäste befinden sich noch im Krankenhaus.
Die Waggons des Zuges sind völlig ineinander verkeilt. Verletzte mussten zum Teil von Helfern herausgeschnitten werden. (© Foto: dpa)
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Die siebzehn Wagen eines Luxuszugs sprangen nach Behördenangaben kurz vor der Einfahrt in einen Bahnhof aus den Schienen und schoben sich ineinander.
An Bord des Zugs befanden sich nach Vos' Angaben neben 27 Besatzungsmitgliedern 40 US-Bürger, fünf Südafrikaner, jeweils vier Touristen aus Frankreich und Großbritannien sowie zwei Deutsche.
Der Nostalgiezug war von Kapstadt nach Pretoria unterwegs. Das Unglück ereignete sich bei einem Routinehalt, bei dem die elektrische Lok durch eine dampfbetriebene ersetzt werden sollte. Doch noch ehe die Dampflok angekoppelt werden konnte, rollte der Zug bergab und entgleiste.
Der Unfallort gleiche einem Chaos, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Viele Opfer hätten nur mit schwerem Gerät geborgen werden können.
Rovos Rail besitzt mehrere zu Luxuszügen umgebaute historische Züge aus den 20er und 30er Jahren, die vor allem von ausländischen Touristen genutzt werden. Das Unternehmen bietet Fahrten im Süden und Osten Afrikas an. Ein Ticket für eine Kontinentalüberquerung von Kapstadt nach Kairo in der Luxussuite kostet 41.000 Euro.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(AFP/apn/ehr/jobr)
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