Drei Jahre nach der Hochzeit noch Jungfrau - das kann nicht sein, dachte sich eine Frau in Saudi-Arabien. Jetzt hat sie ihren Ehemann verklagt.
In Saudi-Arabien hat eine Frau ihren Ehemann auf eine Entschädigung verklagt. Der Grund: Drei Jahre nach der Hochzeit ist sie noch immer Jungfrau.
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Der Ehemann, der nach Angaben ihres Anwaltes impotent ist, will sie aber nur freigeben, wenn ihre Familie das Brautgeld in Höhe von 40.000 Rial (7818 Euro) zurückzahlt. Das sieht die enttäuschte Ehefrau aber nicht ein. Sie fordert ihrerseits von ihrem Mann für drei Jahre Ehe ohne Sex 20.000 Rial als finanzielle Entschädigung.
Die saudische Zeitung Okaz berichtete am Freitag, die junge Frau sei so schamhaft gewesen, dass sie drei Jahre lang niemandem von ihrer erzwungenen sexuellen Enthaltsamkeit erzählt habe. Erst als sie während einer Untersuchung von ihrer Ärztin gefragt worden sei, ob sie schwanger sei, sei es aus ihr herausgebrochen.
Unter Tränen weihte sie die Ärztin ein, die daraufhin den Vater der Patientin anrief. Als der Vater dann den Ehemann seiner Tochter aufforderte, diese freizugeben, weigerte sich dieser mit Hinweis auf das von ihm gezahlte Brautgeld. Nun muss sich ein islamisches Gericht in der Hafenstadt Dschidda mit dem Fall befassen.
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(dpa/hai)
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In Deutschland kann die ehem. Verlobte für vorehelichen Verkehr soweit ich weiß immer noch "Kranzgeld" fordern und der Verlobte alle Geschenke zurückfordern bzw. Ersatz dafür. Ein Relikt aus einer Zeit, in der Gesetze auch bei uns noch in die intimsten Details der Partnerschaft hineindirigiert haben.
Es stellt sich in Saudi Arabien nun ein klassisches Dilemma dar, in das man geraten kann, wenn man Religion und Staat zu sehr vermischt.
die weltweite Frauenbewegung. Überall muss der Mann zahlen oder das Haus abgeben.
Entschädigung schön und gut - ich würde eine Scheidung zuerst angehen, da die Leute ja offenbar nicht miteinander auskommen.