Drama im Dortmunder Zoo Giraffe kippt um und stirbt

Im Zoo Dortmund ist in der Nacht zum Dienstag der Giraffenbulle "Tamu" umgekippt. Mehr als 20 Feuerwehrleute versuchten, das Tier wieder aufzurichten. Doch die Rettungsaktion blieb vergeblich.

Am Ende konnte niemand "Tamu" helfen - nicht die Zoo-Mitarbeiter, nicht die 20 Feuerwehrleute, nicht die Experten für Höhenrettung. Stundenlang hatten die Helfer versucht, den gestürzten Giraffenbullen mit Schlingen wieder aufzurichten, wie die Ruhr Nachrichten in einem Live-Blog berichteten. Doch das vierjährige Wildtier starb. An Kreislaufversagen, vermuten Experten.

Ein Pfleger hatte den Bullen am frühen Morgen im Giraffenhaus gefunden - wahrscheinlich lag Tamu zu diesem Zeitpunkt jedoch schon mehrere Stunden lang. "Möglicherweise hatte er einen Krampf", so Zoodirektor Frank Brandstätter.

Bei dem Sturz hatte sich der Giraffenbulle zwar nicht schwer verletzt, er konnte aber nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen. Den Helfern gelang es zwischenzeitlich, Tamus Kopf mit Hilfe einer Holzkonstruktion hochzulagern, um den Kreislauf der Angolagiraffe, als auch den Druck auf die Nervenbahnen zu entlasten, wie Feuerwehrsprecher Boris Thimrodt berichtete. Längeres Liegen ist für die Tiere kritisch, die sogar im Stehen schlafen.

Doch um 12.56 Uhr verstarb der Giraffenbulle. "Je länger so etwas dauert, desto stressiger ist es natürlich für das Tier", sagte Michael Meinders, Sprecher der Stadt Dortmund. Die Helfer hätten alles gegeben, um den Bullen zu retten: So kamen Luftkissen zum Einsatz, Sprungtücher sowie ein Schwerlasthebetuch. Giraffen können bis zu sechs Meter hoch und mehr als 900 Kilo schwer werden.

Die Giraffenherde im Zoo Dortmund besteht jetzt nur noch aus fünf Kühen und einem Bullen.