Vergangene Woche tauchten auf mehreren Bauernhöfen dioxinverseuchte Eier auf. Jetzt weiß man offenbar, vorher das giftige Futtermittel stammt. Unklar ist, ob belastete Produkte in den Handel gelangt sind.
Der Skandal um verseuchte Eier und Geflügelprodukte weitet sich aus. Das niedersächsische Agrarministerium rechnet damit, dass noch mehr Bauern als bisher von den Dioxin-Funden betroffen sein könnten. "Es können noch mehr Betriebe werden", sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, in Hannover.
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Das Futtermittel, das die dioxinverseuchte Fettsäure enthielt, kommt offenbar aus einem holländischen Betrieb. (© dapd)
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In der vergangenen Woche war in zwei nordrhein-westfälischen Betrieben Dioxin in Eiern und Hühnerfleisch gefunden worden. Einige Eierproben waren gemessen am EU-Grenzwert mehr als doppelt so stark mit Dioxin belastet wie erlaubt. Insgesamt 14 Betriebe in Nordrhein-Westfalen und 20 in Niedersachsen dürfen weder Eier noch Fleisch ausliefern, weil sie verseuchtes Futter verwendet haben sollen.
Die Behörden wollen die Vertriebskanäle aufdecken, auf denen mit Dioxin verseuchtes Fett an Futtermittel-Hersteller und schließlich an Hühnerfarmen gelangt ist. Das Agrarministerium in Hannover erhofft sich mit Hilfe von Lieferlisten Auskunft über Betriebe, die das belastete Fett Hühnerfutter beigemischt haben. Außerdem wird auch Hühnerfleisch kontrolliert. Dazu seien Probe-Schlachtungen angeordnet worden, berichtete Sprecher Hahne.
Das Dioxin im Futter für einige deutsche Hühnerfarmen stammt möglicherweise von einem holländischen Händler. Er hat dem schleswig-holsteinischen Futtermittelhersteller Harles & Jentzsch nach dessen Angaben dioxinbelastete Fettsäure geliefert, die zu Futtermittel verarbeitet wurde. Die Säure stammte von einer Biodiesel-Anlage im niedersächsischen Emden, sagte Harles & Jentzsch-Geschäftsführer Siegfried Sievert. Bei der Herstellung von Biodiesel aus Palm-, Soja- und Rapsöl entstehe eine pflanzliche Mischfettsäure.
Mehrere Bundesländer wollten am Montagnachmittag zudem bei einer Telefon-Schaltkonferenz einen Überblick über das Ausmaß der Dioxin-Verseuchung von Futtermitteln gewinnen. "Dabei sollen auch Maßnahmen erwogen werden", sagte ein Sprecher des Umweltschutzministeriums in Kiel. Unklar scheint, ob belastete Eier in den Handel gelangt sind.
Mehrere Bundesländer wollten am Nachmittag bei einer Telefon- Schaltkonferenz einen Überblick über das Ausmaß dioxinbelasteter Futtermittel in Deutschland gewinnen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten nicht nur landwirtschaftliche Betriebe in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, sondern auch in Sachsen-Anhalt, Hamburg sowie Thüringen betroffen sein.
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(dpa/olkl/juwe)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
Dioxin in Hühnerfutter, Eier und Geflügel.
Am 4.1.2011 NDR 90,3 um 14,50 Radio berichtet über Dioxine in Lebensmittel.
Deutsche Lebensmittel beliebter denn je, voran die Milch, aber was ist mit den Eiern, die mit Dioxine belastet sind? Konstruktive Kritik gegen Radioberichte: Man sollte seine Zuhörer, die sich zum Thema Dioxin, am Telefon sich äußern, genug Zeit geben. Ein Zuhörer sagte: Sein Grundstück war mit Dioxin belastet, und darum hatte er sich mit diesem Thema beschäftigen müssen. Aber der Reporter von NDR 90,3 hatte ihn nicht aussprechen lassen. So geht man nicht mit seinen Hörerinnen und Hörer um, gerade bei diesem Thema Dioxine in Lebensmittel, was uns auch Interessierte. Nichts gegen Musik beim NDR 90,3, aber ein Lied ist nicht so wichtig, wie Information.
Mit freundlichen Grüßen
Karl-Wilhelm Schmidt
Newskarlwilismus
27432 Bremervörde
http://karlwilismus.npage.de/
Ich kann es nicht mehr hören: jeder rennt zum Discounter und will jede Mark sparen, aber sobald etwas ist, sobald ein Microgramm zuviel irgendeines Schadstoffes auftaucht, ist die Agraindustrie das Böse der Welt. Aber wir kaufen doch den Kram, wir haben doch die Wahlfreiheit Öko oder Konventionell. Nur wenn es noch keiner kauft, weil wir alles noch billiger haben wollen, ist der Bauer mit der wohl schlimmsten Haltung auf der Welt dran Schuld. Wir sind der Grund dieses Skandals.
Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.
Ob nun Dioxin oder radioaktive Metalle oder radioaktive Gase, alles wird von Wenigen "entsorgt", auch verbal. So wie der Müll aus Süditalien in Mergelgruben in Nordeutschland.
Sind alle natürlich unschuldig, wie die bayrische Häschenriege.
Es bringt Geld und entsorgt die Sorgenvollen, nur auf wessen Gesundheit und Kosten?
Natürlich haben wir eine so gute staatliche Überwachung, da wird schon, nein, da kann schon nichts passieren! Außerdem sind die Beweisstücke ja längst gegessen, verdaut und "entsorgt". Einfach abwarten, das löst sich doch alles durch Vergessen.
Und für unsere neugierigen Redakteure führen wir bald auch leise ganz leise die Ungarischen Gesetze ein. Merkt das überhaupt einer?
Es gibt bei uns zu viel Entsorgung von allem, auch von Information vor dem Lesen.
Und das ist nicht gut so!...
Das sind ja Experten! Und demnach muss es richtigerweise heißen: Unklar ist den Verantwortlichen, ob belastete Eier in den Handel gelangt sind. Es scheint aber so.