48 Stunden keine Burger: Hugo Chávez lässt alle McDonald's-Filialen in Venezuela zeitweise schließen - wegen angeblicher Ungereimtheiten bei Steuererklärungen.
McDonald's hat in Venezuela seine 115 Restaurants auf Anordnung der Behörden für 48 Stunden geschlossen. Die Zwangsschließung wurde nach Medienberichten vom Freitag von der Steuerbehörde des südamerikanischen Landes (Seniat) angeordnet.
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48 Stunden zwangsgeschlossen: Hugo Chávez' Regierung geht gegen McDonald's vor. (© Foto: AP)
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Sie trat bereits Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Kraft. Es gebe Unregelmäßigkeiten in der Buchführung der amerikanischen Fastfood- Kette, lautete die Begründung von Seniat-Chefs David Cabello.
Die Zwangsschließung gelte zunächst bis Samstag 14.00 Uhr Ortszeit, sagte Cabello. Bis dahin wolle man die Kassenbücher überprüfen, da unter anderem Mehrwertsteuer-Zahlungen vermisst würden. Gegen die drei Unternehmen, die die McDonald's-Filialen in Venezuela als Franchise betreiben, seien außerdem Geldstrafen von umgerechnet etwa 400.000 Euro verhängt worden.
Die McDonald's-Konzernzentrale in Oak Brook im US-Staat Illinois nahm zu dem Vorgang zunächst nicht Stellung. Die venezolanischen Behörden starteten bereits vor Monaten eine Offensive gegen Steuerhinterziehung.
Der linksgerichtete Regierungschef Hugo Chávez ist ein glühender Kritiker des US-Kapitalismus. Wegen angeblich verspätet entrichteter Steuern ist seine Regierung bereits wiederholt gegen amerikanische Unternehmen vorgegangen.
Der Geschäftsbetrieb von Coca Cola wurde deswegen im vergangenen Jahr für 48 Stunden lahmgelegt. Anhänger des USA-kritischen Chavez haben mehrfach zum Boykott amerikanischer Unternehmen wie zum Beispiel Coca Cola, McDonald's und Nike aufgerufen.
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(AP/dpa/hai)
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...bekommen regimekritische Journalisten vielleicht für 48 eine "Eselsmütze" aus Draht umgelegt.
Alles schonmal dagewesen, egal ob der Stalin nun Chavez, Honecker oder Lafontaine heißt.