Die Zahl schwerer Orkantiefs über Europa hat seit Mitte der 90er Jahre zugenommen. Meteorologen befürchten, dass die Nordatlantikstürme infolge der Klimaerwärmung noch häufiger auftreten. Die stärksten Orkane des vergangenen Jahrzehnts:

11./12. Januar 2007: Orkan Franz sorgt in weiten Teilen Nordeuropas für entwurzelte Bäume und abgedeckte Dächer. Vor der Küste Irlands ertrinken fünf Fischer in der aufgepeitschten See. Der Sturm reißt acht weitere Menschen in den Tod.

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16. Dezember 2005: Dorian zieht eine Schneise der Verwüstung durch Deutschland, Österreich und Tschechien. Bei Verkehrsunfällen werden in Deutschland mehrere Menschen getötet.

12./13. Februar 2005: Ulf richtet im Nord- und Ostseeraum starke Schäden an, vier Menschen sterben allein in Deutschland.

20./21. Januar 2005: Ingo verursacht ein Sturmchaos zwischen Nordsee und Alpen. An der Küste wehen orkanartige Stürme mit 115, auf dem Wendelstein mit bis zu 194 Kilometern pro Stunde.

8. Januar 2005: Erwin trifft mit voller Wucht auf die deutsche Nordseeküste. Bei einer Sturmflut schrumpft die Südspitze der Insel Sylt um 20 Meter.

26. Februar 2002: Der Wintersturm Anna erreicht in der norddeutschen Tiefebene Spitzengeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern. Drei Menschen sterben.

6./7. Juli 2001: Willy fegt über Deutschland, Belgien, Frankreich, die Schweiz und Italien hinweg. 25 Tote, 150 Verletzte, mehr als 500 Millionen Euro Sachschaden. In Frankreich kommen 13 Besucher eines Open-Air-Konzerts ums Leben.

26./27. Dezember 1999: Lothar und Martin ziehen mit Geschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde über Südwesteuropa. Mindestens 125 Menschen kommen ums Leben. Besonders schwer betroffen ist Frankreich mit 86 Toten.

3./4. Dezember 1999: Anatol richtet schwere Verwüstungen von England bis zum Baltikum an. Besonders heftig wütet der Sturm in Norddeutschland und Dänemark, zehn Menschen sterben.

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(SZ vom 19.1.2007 /dpa)