Mit seinem Bericht über Klöße soll ein chinesischer TV-Journalist dem Hersteller geschadet haben. Jetzt muss er für ein Jahr ins Gefängnis.
Ein chinesisches Gericht hat einen Fernsehjournalisten wegen eines Berichts über mit Pappe gefüllte Klöße zu einem Jahr Haft verurteilt. Das Gericht befand Zi Beijia am Sonntag der Rufschädigung eines Lebensmittels für schuldig, wie die Zeitung Beijing News berichtete.
Nach einem kritischen Bericht über Klöße muss ein chinesischer TV-Journalist nun ins Gefängnis. (Archivbild) (© Foto: ddp)
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Zi hatte im vergangenen Monat über Straßenverkäufer in Peking berichtet, die mit chemisch bearbeiteter Pappe gefüllte Klöße, Baozi, herstellten und verkauften. Üblicherweise enthält die Spezialität Fleisch oder Gemüse.
Zis Arbeitgeber, ein staatlicher TV-Sender, hatte den Report über den Kloß-Skandal später für Unfug erklärt und den Journalisten entlassen. Zi soll demnach eine Gruppe Statisten angewiesen haben, vor laufender Kamera Papp-Klöße zu produzieren.
Der Bericht war auf großes Echo in der Volksrepublik gestoßen, die in jüngster Zeit immer wieder durch Lebensmittelskandale erschüttert wird. China wirft ausländischen Medien deshalb Sensationsberichterstattung vor.
Dem Urteil zufolge hatte Zis Bericht "schlimme soziale Auswirkungen und zerstörte den Ruf eines wichtigen Erzeugnisses". Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, Zi habe sich schuldig bekannt.
Allerdings wurde in China zugleich spekuliert, der Bericht über die Papp-Klöße beruhe auf Tatsachen, und der Reporter sei zum Sündenbock gemacht worden. Am Sonntag hatte Xinhua berichtet, mindestens 60 Zeitungen hätten sich schriftlich bereiterklärt, "erfundene Nachrichten in allen Zeitungen auszumerzen und die Glaubwürdigkeit der Medien wieder herzustellen."
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(AFP)
Kapitalabzug aus Südeuropa
... und das skandalöse Gammelfleisch in Deutschland haben wohl übereifrige Journalisten von der Straße gekratzt *ggg*
Ich trau den Lebensmittelherstellern, wenn es um den Profit geht, noch wesentlich mehr zu! überall auf der Welt.
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