Für 92 verschüttete Bergleute besteht "kaum Hoffnung", 56 Bergarbeiter wurden bereits tot geborgen. Allein seit Jahresbeginn kamen in China bei Minenunglücken 4153 Menschen ums Leben.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ereignete sich das Unglück am Mittwochabend in der Daping-Mine nahe der Stadt Xinmi, knapp 100 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Zhengzhou.

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Bis Donnerstagmorgen wurden die Leichen von 56 Bergarbeitern geborgen, zum Zeitpunkt der Gasexplosion arbeiteten nach Angaben der Behörde für Arbeitssicherheit 446 Menschen in der Mine. Eine Mitarbeiterin der Betreibergesellschaft sagte, die Explosion habe sich während eines Schichtwechsels ereignet.

Der zweite tödliche Unfall in derselben Mine

Erst am 23. September waren bei einem Unglück in dieser Mine sieben Menschen ums Leben gekommen. 298 Bergarbeiter hätten diesmal gerettet werden können, 18 von ihnen seien verletzt worden, teilte die Arbeitsschutzbehörde weiter mit.

Rettungskräfte versuchten, die unter Tage eingeschlossenen Bergleute zu retten. Ein Beamter der Provinz-Behörde für Minen-Sicherheit räumte ihnen jedoch kaum Überlebenschancen ein.

Bei zwei weiteren Grubenunglücken kamen am Mittwoch insgesamt zehn Menschen ums Leben, 15 weitere werden vermisst.

Extrem schlechte Sicherheitsstandards

Die Sicherheitsstandards in den Bergwerken der Volksrepublik gelten als extrem schlecht. Angesichts des rasant steigenden Wirtschaftswachstums steigt in China der Kohle-Bedarf immens. In zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen wird dagegen kaum investiert.

Allein in den ersten neun Monaten des Jahres kamen bei Explosionen, Überflutungen und anderen Unfällen unter Tage nach Angaben der staatlichen Behörde für Arbeitssicherheit 4153 Menschen ums Leben. Der Regierung zufolge war das gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 13 Prozent.

Experten zufolge dürfte die Zahl weit höher liegen, da örtliche Behörden regelmäßig Unfälle verschweigen. Beim schwersten Grubenunglück der vergangenen Jahre starben im Juni 2002 im nordöstlichen Heilongjiang 111 Menschen.

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(AFP)