Unversorgte Verletzte, Verzweifelte Helfer: Obwohl Chinas Erdbebenregion im Chaos versinkt, lehnt die Regierung Hilfe von Japan ab. Unter den Tausenden Verschütteten sind auch viele Kinder.
Panik und Chaos in der Erdbebenregion in Nordwestchina: Behörden, Medien und Augenzeugen berichten übereinstimmend von Tausenden Verletzten, eingeschlossenen Opfern und eingestürzten Gebäuden, darunter auch Schulen.
Unter den Opfern sind auch viele Kinder, die vor Beginn des Unterrichts in ihren Schulgebäuden verschüttet wurden. (© Foto: dpa)
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Die Zahl der Toten ist inzwischen auf etwa 400 gestiegen. Etwa 10.000 Menschen wurden verletzt, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Erdstöße der Stärke 7,1 hatten die Menschen in den frühen Morgenstunden überrascht.
Mit bloßen Händen graben verzweifelte Menschen in den Trümmern nach Verschütteten. Verletzte mit blutenden Wunden suchen vergeblich nach medizinischer Hilfe.
"Ich sehe überall Verletzte", sagte ein Sprecher der Regionalregierung von Qinghai der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. "Das größte Problem ist jetzt der Mangel an Zelten, uns fehlt es an medizinischer Ausrüstung, an Medikamenten und Sanitätern."
Der Agentur zufolge stürzten einige Schulen in der Region Yushu ein. Obwohl sich Anwohnern zufolge die meisten auf Spielplätze retten konnten, seien unter den Trümmern noch Schüler eingeschlossen. Ein Grundschullehrer sagte, die Erde habe vor Beginn des Unterrichts gebebt. "Einige Schüler rannten aus den Schlafsälen, und jene, die nicht rechtzeitig flüchten konnten, wurden begraben."
Die chinesische Regierung schickte Soldaten in das abgelegene Katastrophengebiet und private Organisationen entsandten aus der Provinzhauptstadt Xining Hilfsgüter.
Hilfe aus Japan "nicht benötigt"
Der Sprecher der japanischen Regierung, Hirofumi Hirano, sagte indessen, Japans Hilfsgangebot sei abgelehnt worden: "Die Antwort lautete, dass dies zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht benötigt werde", sagte er.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach den Betroffenen in der Region das Mitgefühl Europas aus und bot Hilfe an.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich in einem Telegramm an den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao tief betroffen. Den Opfern und deren Angehörigen gelte ihr "tief empfundenes Mitleid", heißt es darin.
Qinghai liegt nordöstlich der Autonomen Region Tibet. Das Gebiet gehört zum Hochland von Tibet, wo es immer wieder zu schweren Erdbeben kommt. Meist ist die Zahl der Opfer vergleichweise gering, da die Region dünn besiedelt ist.
Im Mai 2008 kamen jedoch bei einem Beben der Stärke 8 in den Gebirgsausläufern von Sichuan 80.000 Menschen ums Leben. Dabei stürzten viele Schulen ein, während umstehende Gebäude stehen blieben. Dies führte in der Bevölkerung zu Wut und Vorwürfen der Korruption.
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(Reuters/dpa/dapd/kat/mcs)
Frauen in Saudi-Arabien
...wo Menschen keinen Wert haben, zählen Tote auch nicht.
Man sollte sich über die vielen Toten nicht wundern, solange Kapitalkommunisten (Kommunismus nur für Reiche) in aller Welt kostengünstige "Bruchbuden" bauen. Denn, das Kapital steht vor Menschenleben. Wegen Letzteres, investiert ja auch Deutschland in China, weil dort Menschenleben nicht viel Wert ist und das Kapital gut ernten kann.