In Chile sei die Tsunami-Gefahr indessen gebannt. Wie Staatspräsidentin Bachelet mitteilte, wurde die Warnung für die Pazifik-Küste von Chile und Peru aufgehoben. Die Erdstöße hatten einen Tsunami ausgelöst, der in Wellen mit einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auslief und zu Überschwemmungen in einigen Küstenorten führte.
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Bachelet ruft die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren
"Das ist wie der Weltuntergang", sagte ein Mann dem örtlichen Fernsehen in der Stadt Temuco, wo Häuser beschädigt wurden und das Krankenhaus evakuiert werden musste. "Ich habe noch nie in meinem Leben ein solches Erdbeben erlebt."
In Santiago strömten Menschen auf die Straßen, sie weinten und umarmten sich. Präsidentin Bachelet rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Sie rechne angesichts der Stärke des Bebens damit, dass die Zahl der Toten noch steigt.
Ein Tsunami habe auf der südchilenischen Insel Juan Fernandez zu schweren Schäden geführt, berichteten örtliche Medien.
Das Epizentrum liegt 92 Kilometer von Concepción entfernt vor der Küste des Landes und in einer Tiefe von 55 Kilometern. Die Erdstöße dauerten zwischen zehn und 30 Sekunden.
Wegen eines drohenden Tsunamis werden die Küsten der zu Chile gehörenden Osterinsel evakuiert. Eine Flutwelle könne die Insel im Pazifik binnen einer Stunde treffen, sagte Bachelet.
Nicht das erste Megabeben in Chile
Die US-Geologen hatten die Stärke des Bebens zunächst sowohl mit 8,3 als auch mit 8,5 angegeben, um sie schließlich auf 8,8 zu korrigieren. In schneller Folge gab es mehrere Nachbeben mit Stärken von bis zu 6,2. Eine Erschütterung der Magnitude 8 oder höher gilt als "Großbeben mit vielen Opfern und schweren Verwüstungen".
Auch aus Tumaco, der Hauptstadt der Region Araucanía, gab es Berichte über zusammengestürzte Häuser.
Der Blogger Leo Perieto berichtete im amerikanischen Nachrichtensender CNN, das Erdbeben habe nach seinem Eindruck etwa drei bis fünf Minuten gedauert. In seinem Appartement seien Dinge aus den Regalen geflogen und alles sei durcheinandergewirbelt worden.
Kurz nach dem Beben hatte das Pazifik-Warnzentrum auch Flutwellen vor der US-Küste bis nach Alaska befürchtet. Diese Meldung wurde später aber zurückgenommen.
1960 war Chile von dem stärksten Erdbeben seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900 erschüttert worden. Das Beben der Stärke 9,5 verwüstete damals die Stadt Valdivia, 1655 Menschen kamen ums Leben.
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(dpa/Reuters/AFP/jab/grc/gba/dmo)
Brasiliens Präsidentin Roussef