Höchst politisch zeigte sich Cannes im vergangenen Jahr mit dem notorischen Bush-Nörgler Moore als Festival-Sieger. Soll sich nun alles ändern an der Côte d'Azur. "Wir werden uns auf die Ästhetik konzentrieren", verspricht Jury-Chef Kusturica. Das machen wir doch gerne. Eine Bildergalerie mit Selma, Laetitia & Co.

Die Filmfestspiele von Cannes sind am Mittwochabend mit dem französischen Thriller "Lemming" des deutschen Regisseurs Dominik Moll eröffnet worden. Um die "Goldene Palme" bewerben sich in diesem Jahr 21 Beiträge aus 13 Ländern.

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Als Leiter der neunköpfigen Jury wird der bosnische Regisseur Emir Kusturica am 21. Mai die Entscheidung in dem wohl renommiertesten Filmwettbewerb Europas verkünden. "Wir werden uns an erster Stelle auf die Ästhetik konzentrieren", versprach Kusturica während einer Pressekonferenz.

Nachdem die Preisverleihung für Michael Moores Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11" im vergangenen Jahr für politischen Zündstoff sorgte, soll das diesjährige Festival wieder in cineastischeren Bahnen verlaufen.

Der Jury gehören neben dem deutschen Regisseur Fatih Akin ("Gegen die Wand") auch die amerikanische Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison und die mexikanische Schauspielerin Salma Hayek an.

Im Rennen um die Goldene Palme ist unter anderem Erfolgsregisseur Wim Wenders mit "Don't Come Knocking". Erstmals wird in Cannes ein irakischer Film präsentiert: "Kilomètre Zero" spielt während der Zeit des Krieges mit dem Iran.

Außer Konkurrenz läuft die neue und letzte Folge "Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith", die in Cannes Weltpremiere feiert.

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(AP)