Britisches Königshaus Prinz William verfliegt Steuergelder

Der Sonnyboy des britischen Königshauses macht sich bei seinen Untertanen unbeliebt: Auf deren Kosten flog er zu einer Junggesellenparty und auf Stippvisite zu seiner Freundin Kate Middleton.

Prinz William, Nummer zwei in der britischen Thronfolge, hat die Steuerzahler des Inselkönigreichs mit privat anmutenden Hubschrauberflügen bei der Royal Air Force (RAF) verärgert. Mehr als 50.000 Pfund - umgerechnet 63.200 Euro - hätten die insgesamt fünf Vergnügungsflüge des 26-jährigen Prinzen gekostet, rechnete die Zeitung The Guardian vor.

Sonnyboy in der Kritik: Prinz William soll Steuergelder verprasst haben

(Foto: Foto: Getty)

Öffentliche Kritik hatte Flying Officer Wales, wie der Prinz bei der Luftwaffe genannt wird, vor allem mit einem RAF-Helikopterflug zur Teilnahme an einer Junggesellenparty auf der Isle of Wight ausgelöst. Sie kostete die Untertanen der Queen 8716 Pfund, wie diese nun aus dem Zeitungsbericht erfuhren.

Bis zum Abschluss seiner Ausbildung bei der RAF im April flog der Prinz mit Hubschraubern vom Typ Chinook auch zum Anwesen seiner Freundin Kate Middleton. Zudem machte er sich den Spaß, mit einem Chinook zum Anwesen seines Vaters Prinz Charles in der Grafschaft Gloucestershire sowie nach Sandringham, dem Landsitz seiner Großmutter Königin Elizabeth II. in Norfolk, zu fliegen.

Auch zur Hochzeitsfeier von Freunden in Northumberland reiste der Flieger-Prinz im Helikopter. "Alle diese Flüge von Flying Officer Wales waren legitime Teile seiner Ausbildung bei der RAF", sagte dazu ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums in London. Er räumte allerdings ein, dass es "im Rückblick ein gewisses Maß an Naivität bei der Planung der Trainingsflüge" gegeben habe.