Ein Fall von Majestätsbeleidigung: Ein britischer Radiomoderator hat keinen Job mehr, weil er die Weihnachtsansprache der Queen als langweilig bezeichnete.
Ob die Queen selbst "not amused" war oder ob nur der Radiosender in vorauseilendem Gehorsam seinen Moderator gefeuert hat? Majestätsbeleidigung wurde im Fall von Tom Binns jedenfalls saftig bestraft: Weil Binns die Übertragung der traditionellen Weihnachtsansprache von Königin Elizabeth II. abgebrochen und als "langweilig" kritisiert hatte, hat er jetzt keinen Job mehr.
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Ein Radiosender entlässt seinen Moderator, weil er die Weihnachtsansprache der Queen als langweilig bezeichnet hat. (© Foto: AFP)
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Alle Erklärungsversuche nützten Binns nichts - aus und vorbei ist es mit dem vermeintlichen Traumjob vor dem Mikrofon. Die vollständige Übertragung der Weihnachtsansprache sei ein Regiefehler gewesen, versuchte sich Binns zu wehren, er habe nur nach einem Weg gesucht, aus der Situation herauszukommen. "Ich wollte die Sache loswerden, und so habe ich einen Witz gemacht. Ich sagte: 'Zwei Worte: Lang-weilig'", erklärte er.
Ob es wirklich Binns "langweilig" war, das ihn den Job kostete, ist allerdings fraglich. Denn er legte noch deutlich Heftigeres nach, angeblich um die Panne in der Technik zu kaschieren: Er habe nach der abgebrochenen Ansprache einen Witz gerissen, wonach viele Briten die königliche Familie für einen wichtigen Tourismusfaktor hielten, obwohl die Franzosen ihre eigenen Könige bereits geköpft hätten und immer noch viele Besucher bekämen. Der Radiosender BRMB aus Birmingham konnte darüber nicht lachen und warf den Moderator raus.
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(sueddeutsche.de/AFP/abis/segi)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Sie sind keine Buerger,wie ein Leser kuerzlich schrieb,sie sind ihrer Majestaet Untertanen,also war das eine klare Majestaetsbeleidigung. Dazu gibt es noch einen guten DEFA Film aus dem Jahre 1946,den kann man den Briten nur empfelen.
Ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung. Ich höre mir auch nie die seichte Worte des Bundespräsidenten und die ewig gleichen Worte zum Neujahr der Bundeskanzlerin an. Ich erwarte daraus keine Neuerungen - außer leere Versprechungen und Verheißungen und heere Worte haben diese Berieselungen keinen großen Wert. Ob dies anders bei der Queen ist, kann ich nicht beurteilen. Aber dass wegen der angeblichen Langweile ein BBC-Mitarbeiter seine Meinung kundtut, dass er diese langweilig finde, müsste eigentlich ohne Konsequenzen bleiben.
Früher hätten sie ihn wegen Majestätsbeleidigung gevierteilt, da kam er doch eigentlich noch ganz gut weg.
So einen Journalisten wünschte ich mir für die Weihnachtsansprache von Onkel Hotte. Naja, vielleicht kommt dieser noch bei Murksels Neujahrsansprache zu Potte.
die Franzosen haben eben gutes Essen, klar dass die Leute da hin wollen.