Verschmähte Liebe war offenbar das Motiv für den Messermord an einer 35 Jahren alten Lehrerin in Bremen. Der Täter soll für die Frau geschwärmt haben.

Entsetzen und Trauer nach der Ermordung einer Lehrerin: Der Täter, ein 21 Jahre alter Ex-Schüler der Frau, hatte sein Opfer am Freitag auf offener Straße angegriffen und mit mehr als 20 Messerstichen vor allem in den Halsbereich getötet.

Bremen

Bilder und Kerzen stehen am Gymnasium in Osterholz-Scharmbeck. (© Foto: AP)

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Der Mann habe für die Frau geschwärmt, ihr nachgestellt und am Freitag dann auf dem Parkplatz vor ihrer Wohnung aufgelauert, erklärten Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft bei einer Pressekonferenz am Samstag. Ursprünglich habe er sie mit vorgehaltenem Messer in ihre Wohnung zwingen und ihr Fragen stellen wollen. Doch die Frau habe sich gewehrt und um Hilfe gerufen. Als ihr ein Passant zu Hilfe eilen wollte, stach er zu.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei weiter berichteten, war der Mann psychisch auffällig. Sie beschrieben ihn als Einzelgänger, der sich teils passiv, teils aggressiv zeigte. Die Lehrerin hatte sich schon 2008 an die Polizei gewandt, weil sie ihn für suizidgefährdet hielt.

Er hatte den Angaben zufolge bis zum März 2009 ein Gymnasium in Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen besucht, an dem die Lehrerin Chemie unterrichtete. Dann ging er ab, weil er wegen schlechter Leistungen nicht zum Abitur zugelassen wurde.

Mehr als einen Monat benötigte er nach eigenen Angaben in der Vernehmung, um die Adresse der Lehrerin ausfindig zu machen. Am Freitag steckte er dann zwei Messer und eine Holzpistole ein und befestigte am Vormittag am Wagen der Frau einen Peilsender. Dann fuhr er mit dem Fahrrad zu ihrer Wohnung und wartete auf sie.

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