Brandenburg Drogen im Wert von 1,5 Millionen Euro gefunden

Eigentlich waren die Beamten aus einem völlig anderen Grund auf dem Bauernhof, dann erweckte eine gesicherte Tür ihr Misstrauen.

72 Kilo Marihuana, rund 10 Kilo Amphetamin, 7 Kilo Kokain, 15,5 Kilo Haschisch und 5,7 Kilo Ecstasy-Tabletten: Zollfahnder haben bei einem Bauern in Brandenburg einen riesigen Drogenfund gemacht, und zwar zufällig.

"Der Straßenverkaufswert dieser Drogen beläuft sich auf insgesamt rund 1,5 Millionen Euro", sagte eine Sprecherin des Zolls. Die Beamten hatten den landwirtschaftlichen Betrieb des 60-Jährigen in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) eigentlich aus völlig anderen Gründen unter die Lupe genommen. Der Mann soll illegal mit unverzollten Zigaretten gehandelt und Firmenfahrzeuge mit Heizöl betankt haben.

Bei der Durchsuchung stießen die Beamten hinter einer mit Vorhängeschloss gesicherten Kellertür auf das Drogendepot. Der 60-Jährige sitzt inzwischen wegen Handels mit Drogen in nicht geringer Menge in Untersuchungshaft. Der Gesetzgeber sieht dafür mindestens zwei Jahre Gefängnis vor.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der Fund auch deswegen ungewöhnlich, weil sowohl harte als auch weiche Drogen in großen Mengen gelagert wurden. Das Zollfahndungsamt für Berlin und Brandenburg betonte, dass es von manchen Drogen im gesamten Jahr 2014 nicht so viel sichergestellt habe wie bei dem jetzigen Coup. "Darüber hinaus fanden die Fahnder auch ein Luftdruckgewehr und eine Gasdruckpistole ohne erforderliche Kennzeichen sowie rund 30 Kilo illegale Pyrotechnik", sagte die Sprecherin des Zolls.

Die kuriosesten Drogenfunde des Jahres

mehr... Die Recherche - Bilder