Seit Brad Pitt berühmt ist, sagt er immer und immer wieder: "Es ist doch keine Leistung, wenn jemand gut aussieht." Aber seine Fans freuen sich sehr, weil er hübsch älter wird.
US-Star Brad Pitt wird 40, will den schönen runden Geburtstag an diesem Donnerstag aber überhaupt nicht feiern. "So ruhig wie möglich" wolle er ins fünfte Lebensjahrzehnt eintreten, ließ er seine Freunde wissen. "Es ist nicht so, dass er sich nicht damit abgefunden hätte", zitiert der "Star" einen Pitt-Vertrauten. "Er würde nur gerne mit seiner Frau Jennifer Aniston und ein paar engen Freunden zusammen sein und diesen Geburtstag genau so wie alle anderen feiern."
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Brad Pitt und seine Rollen
Lange hat Brad Pitt gegen sein Image als Pin-up-Schönling gekämpft, aber mit 40 spielt er einen richtigen Helden, den trojanischen Kämpfer Achilles in Wolfgang Petersens Film "Troja".
Zum Kinostart (in Deutschland am 20. Mai 2004) wird er wieder gefragt werden, wie er mit so viel Bewunderung für seine Attraktivität umgehe, und wird er wieder abwiegeln: "Es ist doch keine Leistung, wenn jemand gut aussieht." Die Fans werden ihn noch mehr dafür bewundern, wie normal der Megastar doch geblieben ist. Entgegen seinem Image hat der in Shawnee im US-Staat Oklahoma geborene William Bradley Pitt gar keine strahlenden Helden gespielt. Er wurde berühmt mit gebrochenen Rollen: In "Thelma & Louise" war er unwiderstehlich, aber kriminell, und in "Aus der Mitte entspringt ein Fluss" war er ein Pfarrerssohn mit Hang zu Alkohol und Glücksspiel. Als Serienkiller in "Kalifornia" setzte er noch einen drauf. In "Sieben" wechselte er die Seiten und jagte als hitzköpfiger Detektiv eines Ritualmörder.
Mit blutunterlaufenen Augen und aschfahl geschminkt gab Pitt den schwermütigen Blutsauger in "Interview mit einem Vampir". Eine Oscar-Nominierung erreichte er mit der Darstellung des nervlich höchst instabilen Wissenschaftler-Sohns in "12 Monkeys". Wiederum in hartem Kontrast folgte die Rolle eines gestählten IRA-Kämpfers in "Vertrauter Feind".
Zur Abwechslung gab er dann wieder den strahlend blonden Naturburschen in "Sieben Jahre in Tibet" und den Tod im Körper eines schönen jungen Mannes in "Rendezvous mit Joe Black". Dieses Bild zertrümmerte Brad Pitt in "Fight Club" als asozialer Schläger und als verlotterter Boxer in "Snatch - Schweine und Diamanten".
Dass zwei Hollywood-Superstars noch keinen Kassenerfolg garantieren, bewiesen Brad Pitt und Julia Roberts in "Mexican".
Viel besser lief da schon die Gaunerkomödie "Ocean's 11". Auf der Schiene soll der Hollywood-Star demnächst weitermachen: In "Mr and Mrs Smith" geht es um Eheleute, die Auftragskiller von Beruf sind und sich gegenseitig umbringen sollen.
Die Frau des Lebens
Das Privatleben zählt offenbar für Brad Pitt mehr als alle Rollen: "Das große Ding im Leben ist doch, gemeinsam mit einer Frau die Liebe zu entdecken", sagte Brad Pitt nach seiner Hochzeit mit Ehefrau Jennifer Aniston. Das Traumpaar lebt unauffällig in einem 13,5-Millionen-Dollar-Haus in Beverly Hills. Zum perfekten Glück fehlt nur noch ein Kind. Geplant ist es schon für die Zeit, wenn Jennifer Aniston nicht mehr bei der TV-Serie "friends" vor der Kamera steht.
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(sueddeutsche.de/ AP)
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