Nachdem sich der der Bombenleger aus Viernheim gestellt hat, ist klar: Der Mann, der in seiner Wohnung ein Sprengstofflager unterhielt, war der Polizei bekannt.
Der Bombenleger aus Viernheim, der sich nach einem mehr als 24-stündigen Nervenkrieg mit der Polizei heute morgen stellte, hat laut Angaben der Ermittler zahlreiche Waffen und erhebliche Mengen Sprengstoff in seiner Wohnung gelagert. Der 44-jährige geschiedene Gas- und Wasserinstallateur, der am Mittwochmorgen Sprengstoffanschläge auf zwei Wohnhäuser im baden-württembergischen Weinheim und in Viernheim beging, brachte 400 bis 500 Gramm hochwirksamen Sprengstoff zum Einsatz, wie die Polizei mittteilte. Den Beamten drohte er mit Sprengfallen, die in seiner Wohnung verteilt wären.
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Der Bombenleger von Viernheim hat sich der Polizei gestellt. (© Foto: ap)
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Der Mann, der sich nach den Explosionen in seiner Wohnung verschanzt hatte, ist nach Angaben der Polizei vorbestraft. Er wurde 1987 wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz zu einer Geld- und Bewährungsstrafe verurteilt. 1991 folgten eine Geldbuße und dreijährige Bewährungsstrafe nochmals wegen des Umgangs mit explosionsgefährlichen Stoffen. Gegen ihn liefen noch zwei Vollstreckungsverfahren, bei denen es um 250 Euro gehe. Als mögliches Motiv für die Taten nannte die Polizei Schulden.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf zweifachen Mordversuch und wegen Herbeiführens von zwei Sprengestoffexplosionen. Der Täter wird derzeit vernommen und soll spätestens am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.
Am Vormittag war der Bombenbastler mit hoch erhobenen Händen aus dem Haus, in dem er sich verschanzt hatte, gekommen und wurde von Beamten des Sondereinsatzkommandos umringt. Anschließend wurde er abgeführt.
Der Bombenleger hatte in der Bild-Zeitung Geldnot als Motiv für seine Sprengstoffanschläge genannt. Der Mann sprach von einer Räumungsklage und zahlungsunwilligen Kunden. "Ich bin Handwerker und mir stinkt es, dass gute Arbeit nicht bezahlt wird", zitiert ihn die Zeitung. Der Besitzer des Hauses in Weinheim, an dem am Mittwoch ein Sprengsatz gezündet wurde, habe ihm für Arbeiten 2000 Euro geschuldet. Der Familie aus dem attackierten Viernheimer Haus habe er eine Fußbodenheizung installiert und auch von den dafür fälligen 5000 Euro keinen Cent gesehen. "Mein Konto ist leer. Dazu kam jetzt noch die Räumungsklage von meinem Vermieter", sagte der 44-Jährige.
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(dpa/AP/holz/mat)
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Hierzulande kann man mit solchen Aktionen keine neuen Maßstäbe im Inkasso-Bereich landen. Ein untaugliches Modell und zur Nachahmung nicht mal bedingt geeignet. Eine vielversprechende und legale Karriere wäre dem Mann sicher gewesen, hätte er sich mit seinem know-how als Söldner bei Black-Water verdingt. Bei uns gibt's für so was ein paar Jährchen gesiebte Luft und das ist gut so !
In anderen Quellen steht, das der Täter früher als Wachmann in einem Waffen und Munitionslager gearbeitet hat. Daraus ergeben sich für natürlich weitere Fragen.
War das ein Waffenlager der Bundeswehr oder der US-Armee (Sprenstoff und Handgranaten deuten darauf hin). Und wenn ja welches? Wie war es möglich, das der Mann "erhebliche Mengen von Sprengstoff und Waffen" von dort entwenden konnte, ohne das dies aufgefallen ist. Militärische Sprengstoffe sind verhältnismäßig sicher und einfach zu handhaben verglichen mit selbstgemischtem Sprengstoff. Trotzdem würde es mich interessierten ob der Mann eine Ausbildung im Umgang mit Sprenstoff erhalten hat? Zum Beispiel bei der Bundeswehr?
Und wieder einmal haben (dpa/AP/holz/mat) unsauber recherchiert. Wiedereinmal ist von Waffen die Rede ohne das im Detail darauf eingegangen wird. Da in der Vergangenheit wiederholt harmlose Repliken, Schreckschusspistolen, Luftgewehre und Airsoftpistolen als "Waffen" bezeichnet wurden wüsste ich hier schon gern Näheres. Wenn es dem Mann gelungen ist auch echte Waffen aus dem Depot zu entwenden, dann ist das ein Skandal.
Lt. Pressemeldung: "...In seiner Wohnung wurden erhebliche Mengen von Sprengstoff und Waffen gefunden. " war er mehrfach einschlägig vorbestraft.
Haben hier die Behörden schon wieder geschlampt?
"Ich bin Handwerker und mir stinkt es, dass gute Arbeit nicht bezahlt wird", zitiert ihn die Zeitung. Der Besitzer des Hauses in Weinheim, an dem am Mittwoch ein Sprengsatz gezündet wurde, habe ihm für Arbeiten 2000 Euro geschuldet. Der Familie aus dem attackierten Viernheimer Haus habe er eine Fußbodenheizung installiert und auch von den dafür fälligen 5000 Euro keinen Cent gesehen. "Mein Konto ist leer. Dazu kam jetzt noch die Räumungsklage von meinem Vermieter"
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Der Mann bangte um seine Existenz, somit ist seine Tat auch teilweise verständlich. Ob sie berechtigt war, ist natürlich eine andere Frage. Schließlich hätte er das Geld auch einklagen können, wobei sich das bei unserer super schnellen Justiz auch lange hinziehen kann....
Hat man eigentlich schon in Erfahrung bringen koennen, welche Killerspiele und welche Metal-Musik der Mann auf dem Rechner hat?
p.S. Wieso macht die Bildzeitung in Kooperation mit EUROPA eigentlich Werbung auf sueddeutsche.de?
Paging