Blitzeis und Schnee Wetterdienst warnt vor Straßenglätte - Hunderte Flüge gestrichen

Der Deutsche Wetterdienst erwartet auch am Montag in weiten Teilen Deutschlands Behinderungen durch glatte Fahrbahnen. An mehreren deutschen Flughäfen ist mit massiven Verspätungen und Flugausfällen zu rechnen.

1073 Verkehrsunfälle allein in Baden-Württemberg: So lautet die Blitzeis-Bilanz im Südwesten Deutschlands. Ein Mann sei in Sulz am Neckar ums Leben gekommen, als er den Gehweg streute, stürzte und unglücklich auf den Hinterkopf fiel, berichtete das Lagezentrum des Landesinnenministeriums. 58 Menschen wurden am Sonntag verletzt, 14 davon schwer. Der Sachschaden betrage mehr als drei Millionen Euro.

Und die Lage bleibt weiterhin angespannt. Laut Deutschem Wetterdienst können Niederschläge in der Nacht zum Montag erneut zu Glätte im Südwesten führen. Im Westen, im Mittelgebirgsraum, in der südlichen Norddeutschen Tiefebene sowie in Bayern sei mit mehreren Zentimetern Neuschnee zu rechnen. "Verbreitet wird es glatt", heißt es in der Ankündigung.

An Deutschlands Flughäfen sorgt das Winterwetter für Verzögerungen und Flugausfällen. Etwa 180 Flüge wurden in Frankfurt am Montag gestrichen, allein Lufthansa sagte nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport 140 Verbindungen ab. "Es kommt mit Sicherheit noch zu Verspätungen", sagte ein Fraport-Sprecher.

Auf dem Flughafen München sollten am Montag 126 Flüge ausfallen. Ein Sprecher des Airports forderte Reisende auf, sich im Internet zu informieren, welche Verbindungen betroffen sind. Die Lufthansa empfahl ihren Passagieren in München, anstelle von innerdeutschen Flügen auf die Bahn umzusteigen. Aufgrund der Wetterkapriolen in Frankfurt und München ist auch an den Flughäfen Berlin-Tegel und Bremen mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen.