Wochenlang hat sich ein Mann als Polizist ausgegeben und auf Autobahnen von Touristen Bußgelder kassiert. Wegen einer Dummheit flog er auf.
Die Polizei hat am Freitag auf der Autobahn 1 bei Hamburg einen bundesweit gesuchten "falschen Polizisten" gefasst. Der 37-Jährige versuchte gerade Autos anzuhalten, als ein Fahrer den Wagen des Betrügers erkannte.
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Die Werkzeuge des Betrügers: Blaulicht, Anhaltekelle und eine Leuchtleiste. Der Mann mit den grauen Haaren ist Hauptkommissar Reinhard Möller (© Foto: dpa)
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Bei einer spektakulären Flucht vor der Polizei rammte der "falsche Polizist" nach Angaben der Beamten einen Streifenwagen, bevor er kurze Zeit später festgenommen werden konnte. Ihm werden Amtsanmaßung, Unterschlagung und Betrug vorgeworfen.
In mindestens vier Bundesländern unterwegs
Ausgerüstet mit Anhaltekelle, Magnetblaulicht und einer Leuchtleiste mit der Aufschrift "Stopp Polizei" hat der Gauner seit Mitte Juli in mehreren Bundesländern ausländische Touristen wegen angeblich überhöhter Geschwindigkeit herausgewinkt und abkassiert.
Nach Polizeiangaben ist er unter anderem in Schleswig-Holstein, Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen aufgefallen.
Der 37-Jährige war mit mindestens zwei Autos "im Einsatz". Seine Wagen tankte er in den vergangenen Wochen fast täglich voll und brauste dann ohne zu zahlen davon. Durch den Tankbetrug wurde einer der Wagen mehrfach auf Video aufgenommen. Der Mann war stets mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs.
Quittungen ausgestellt
Der bereits mehrfach wegen ähnlicher Betrügereien in Deutschland aufgefallene Möchtegernpolizist stellte den abkassierten Touristen eine Quittung aus. Diese war mit "Hochachtungsvoll, Ihre Polizei in Deutschland" gezeichnet.
Nach Polizeiangaben liegt die Dunkelziffer in diesem Fall wahrscheinlich sehr hoch, da zahlreiche Touristen den Mann offenbar für einen echten Beamten hielten.
Die Polizei war dem Gauner auf die Spur gekommen, nachdem sie in Hamburg am 21. Juli ein drei Tage zuvor gestohlenes Auto entdeckt hatte. Im Kofferraum fanden sie Blaulicht, Anhaltekelle, einen gefälschten Dienstausweis, Quittungen und eine Leuchtleiste.
Darunter sei auch ein italienischer Reisepass gewesen, der die Beamten auf die Spur des Mannes geführt habe. In der Vergangenheit wurde der falsche Polizist bereits wegen der gleichen Betrugsnummer verurteilt, wie eine Polizeisprecherin sagte.
Darüber hinaus werden dem Mann weitere Straftaten vorgeworfen, wie Amtsanmaßung, Unterschlagung und verschiedene Betrugsdelikte. So hatte der Italiener an Tankstellen in ganz Deutschland getankt, ohne zu bezahlen.
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(AP/dpa)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
Das kommt einem doch bekannt vor,
Als es die DDR noch gab, lungerten die uniformierten Wegelager kriegsmäßig getarnt an den Seiten der A2 nach Berlin herum. Sie sprangen aus ihren Schützenlöchern und behaupteten, man sei zu schnell gefahren. Und geiferten nach der D-Mark, die ihr Arbeiter-und Bauernstaat zum überleben brauchte und die sie sich in vielfältiger Art vom Klassenfeind holten.
Und man hat gezahlt, weil man sich sonst schon in Bautzen sah.
Oder vielleicht Bussigelder (Marco in der Türkei) oder Busgelder (Schwarzfahrer) oder doch Bußgelder?