Sie haben ihre drei Monate alten Zwillingsbabys im Hausmüll leben lassen. Nun müssen eine 23-jährige Mutter und ihr Lebensgefährte sechs Monate ins Gefängnis.

Wegen gesundheitsgefährdender Vernachlässigung ihrer drei Monate alten Zwillingsbabys sind eine 23-jährige Mutter und ihr 45-jähriger Lebensgefährte am Donnerstag zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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"Die Wohnung war eine Müllhalde, die Kinder hätten krank werden können", sagte der Richter in der Urteilsbegründung vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Der Partner der Frau ist nicht der Kindsvater.

Das arbeitslose Paar muss außerdem hundert Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Beide hatten Überforderung geltend gemacht. Die Mädchen wurden im Dezember 2006 von der Polizei befreit. Sie leben bei Pflegeeltern.

Der Richter hielt den Angeklagten vor, wenn man seine Kinder nicht erziehen könne, müsse man das Jugendamt um Hilfe bitten. Kinder hätten ein Recht darauf, geordnet aufzuwachsen und nicht auf einer Müllhalde. Ein drittes Kind der Frau lebt beim leiblichen Vater.

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(dpa/cag/jkr)