Vögel, überall nur Vögel: Mehr als 450 Tiere hat ein Berliner bei sich zu Hause gehalten - in einer Anderthalb-Zimmer-Wohnung.
Mehr als 450 Vögel haben Veterinäramt und Tierschützer aus einer Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Berliner Stadtteil Marzahn befreit. Die insgesamt 464 Wellensittiche, Kanarienvögel und Nymphensittiche seien dort in extrem engen und stark verschmutzten Käfigen gehalten worden, sagte ein Sprecher des Tierschutzvereins für Berlin am Dienstag. Diese Bedingungen hätten unter anderem die Milbenbildung begünstigt und damit die Gesundheit der Tiere und auch ihres Halters gefährdet.
Extreme Form des sogenannten "Animal Hoarding": Auf engstem Raum lebten in der Wohnung in Berlin Marzahn Hunderte Vögel. (© Foto: ddp)
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Die Vögel wurden wegen nicht artgerechter Haltung beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, sagte: "Das Phänomen des Tiersammelns, auch Animal Hoarding genannt, hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen." Ursprünglich schafften Menschen die Tiere aus vermeintlicher Tierliebe an oder retteten sie. Durch die Vermehrung der Tiere gerate die Haltung aber außer Kontrolle. Der Mensch sei am Ende überfordert, und die Tiere müssten leiden.
Es ist bereits der zweite schwerwiegende Fall dieser Art innerhalb kurzer Zeit in Berlin. Im Dezember 2008 waren in Berlin-Spandau rund 1500 Vögel in einer Zwei-Zimmer-Wohnung im Berliner Stadtteil Spandau entdeckt worden. Die Vögel wurden in ein Tierheim gebracht. Die meisten davon seien inzwischen tierärztlich aufgepäppelt und an neue Besitzer vermittelt worden; dennoch arbeite das Tierheim "am Rande der Kapazitäten", sagte ein Sprecher.
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(AFP/hai/woja)
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" Wo liegt denn hier die Gefahr?"
Dass der Mann das weitererzählt, und dass sich das durchsetzt mit dem DINA4-Bogen pro Kanarienvogel ...
Zitat aus dem Artikel: "Das Phänomen des Tiersammelns, auch Animal Hoarding genannt, hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen"
genau, früher war alles besser!!!!!
Zwar leben Vögel in freier Natur in großen Schwärmen, aber sie können frei fliegen und sind nicht enge, verschmutzte Käfige gesperrt. Das ist schon ein großer Unterschied. Außerdem möchte ich mir lieber nicht vorstellen, wie die Wohnung ausgesehen hat und erst recht nicht den Gestank. Da muß man behördlicherseits schon eingreifen. Mit den Tiertransporten und den Tierfrabriken haben Sie voll und ganz recht. Das ist eine elendeTierquälderei, die überhaupt nicht nötig wäre. Aber wie üblich wollen sich da mal wieder ein paar Leute die Taschen voll machen und gehen dabei buchstäblich über Leichen.
Dabei hätte er doch bloß ab und zu mit dem Fenster lüften brauchen.
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