Ein frei laufender American Staffordshire Terrier hat im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwei Kinder angegriffen und verletzt.
Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat ein offenbar herrenloser American Staffordshire Terrier ein 13 Jahre altes Mädchen und einen 14-jährigen Jungen angegriffen und verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Kinder versucht, in der Kamminer Straße vor dem Tier wegzulaufen.
Für die Kampfhunderassen Bullterrier, Pitbull-Terrier, American Staffordshire Terrier und Stafforshire-Bullterrier besteht Einfuhrverbot. (© Foto: dpa)
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Zuvor hatte sich nach Angaben der Polizei bereits ein weiteres Kind bei dem Versuch verletzt, vor dem aggressiven, frei laufenden Tier zu flüchten.
Vor Ort versuchten die eintreffenden Beamten zunächst, die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken. Als das Tier auf einen der Polizisten zulief, gab dieser zwei Schüsse aus seiner Dienstwaffe ab, verfehlte das Tier jedoch. Schließlich gelang es den Männern, den Kampfhund zu überwältigen.
Alle drei Kinder wurden ins Krankenhaus eingeliefert und mussten mit Bissverletzungen ambulant behandelt werden. Der American Staffordshire Terrier wurde inzwischen ins Tierheim gebracht, da der Besitzer bislang nicht bekannt ist. Die Ermittlungen dauern noch an.
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(AP/vs)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
Grundsätzlich zeigt auch diese Diskussioni:
1. erschreckend viele Menschen haben den Bezug zu unseren Kulturpartner aus dem Tierreich inzwischen vollständig verloren.
2. Mir wird teilweise Angst und Bange, wenn ich lese, dass man sich der Übernahme von Verantwortung für ein anderes Lebewesen verweigert, sobald es mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Jedes Zusammensein mit einem anderen Lebewesen bedeutet auch die Übernahme von Verantwortung! Ob das nun Angestellte, Partner, Kinder oder Tiere sind!
3. Es herrscht eine große Ignoranz gegenüber den Leistungen, die der Kulturpartner Tier immer noch tag- täglich vollbringt. Kinder die mit Tieren aufwachsen werden seltener Kriminell, ältere Menschen seltener Krank, Tierbesitzer sind grundsätzlich gesünder...wenn das bereits alles wäre, würde es schon ausreichen unsere Partner aus dem Tierreich weiter zu lieben und zu ehren...aber ganz nebenbei finden Hunde, Drogen, Sprengstoff, schützen Menschen mit ihrem Leben (eine meiner Bekannten wäre z.B. ohne ihre Dogge mit 15 vergewaltigt worden), verhelfen Behinderten zu einem selbstbestimmten Leben, Retten Menschen aus Gefahren....
4. Verantwortung gegenüber dem Tier ist immer auch Verantwortung gegenüber anderen Menschen. Wer einen Hund artgerecht hält, bietet ihm auch ein festes Sozialgefüge, dass ein Rudeltier für sein Wohlbefinden benötigt! Dies gilt für den Kleinsthund genauso wie für den Mastino...Und es ist bei diesen Tieren eigentlich so unglaublich einfach, man muss es nur tun und wissen wies geht.
5. und das "wies geht" ist eben immer noch ein Problem...Konsequenz und das Bewußtsein ein Tier vor sich zu haben (keinen Menschen auf vier Pfoten!) reicht eigentlich aus, aber damit sind eben viele Menschen schon überfordert. Wenn ein "Hundeführerschein" dabei helfen könnten, diese Situation zu verbessern...dann nur her damit. Aber ehrlich gesagt habe ich da so meine Zweifel
was alle verständigen Hundehalter-Kommentare samt meinen schon vollkommen hinlänglich erklärt haben und wo die Verantwortung für - gleich welches - ein Tier liegt, ist keine Frage.
Die Kategorik und Dramatik der Forderung, wer sich nun wem anzupassen habe, mag ich nicht beantworten; ein freundliches Miteinander hat diese Problemstellung nicht. Nachdem aber in Deutschland ja auch alles lauthals reklamiert wird, weil man ja "Steuerzahler" sei, noch ein interessanter Hinweis: Deutsche Freunde haben Steuern für ihren "Kampfhund" gemeindewillkürlich bis hinauf zu EUR 3.600 pro Jahr zu entrichten ........
Was mir indes sehr wichtig scheint, ist, dass man sich in dem sonst doch total durchorganisierten und gesetzesverpflasterten und -plasternden Deutschland, dann halt einmal zu klaren Regeln durchringt.
Dass sich "Halter" z.B. aus Problemgruppen in die absolut konsensfähigen Regeln von Anstand und Ordnung und Sicherheit gerade als "Hundehalter" ohnehin nicht eingliedern führt mich zu meiner obigen Forderung.
Wichtig ist aber, denn es fehlt einem Menschen der mit keinerlei Tier Umgang hat ein wichtiges sozialisierendes Element, das Erlernen von freundlichem Umgang - nicht nur mit Tieren....
Ich versuche nochmal deutlich zu machen worum es mir geht: Wir sind uns sicher einig das Hundehaltung ein gewisses Maß Verantwortung mit sich bringt. Ebenso können wir uns sicher darauf verständigen das es eine unbestimmte Menge Hundehalter gibt die dieser Verantwortung nicht gerecht werden, oder gar im Gegenteil, die ihre Tiere in eine nicht "gesellschaftsfähige" Richtung erziehen. Welche Möglichkeiten bleiben also um diesen Zustand einzudämmen? Gegen die Halter gibt es, solange kein Unfall vorkommt, keine Handhabe mein pragmatischer Ansatz ist also die Hunde (Wohlgemerkt nur solche die aufgrund Größe und Kraft ernstzunehmende Gefahren darstellen) zu reglementieren.
Und nochwas zur Geisteshaltung: Die Überzeugung von der guten Seele ihrer Tiere, dem verlernten Umgang der Bevölkerung mit dem Tier als solches ist völlig nebensächlich M.E. hat sich der Hundehalter an seine Umgebung anzupassen nicht umgekehrt. Wen man feststellt das z.B. Kinder heutzutage auf Hunde falsch reagieren mag man das zwar traurig finden, die Schuld für Unfälle aber den Opfern zuschreiben zu wollen ist völlig daneben Wenn ihr Hund auf bestimmte Reaktionen seiner Umwelt aggressiv reagiert sind einzig und alleine Sie als Halter verantwortlich wenn daraus irgendwelche Schäden entstehen ich würde diese Verantwortung nicht tragen wollen.
Hundehalter 24 h täglich verantwortlich und zugegen zu sein hat: es wäre sicher fragenswert, warum die Lebenswelten und Erfahrenheit im Umgang mit Tieren so sehr verlernt wurden? Und ob es nicht sinnig wäre, dies wichtige Wissen wieder zu erlernen. Wie oft sehe ich Menschen, die allein durch ihre Signalisierung schon Situationen befördern, die a priori nicht entstehen müssten? Wenn ich so lese, dass man einem Foristen "fragwürdigen Charakterzug" zuschreibt, da jener mit angeleintem "Kampfhund"??? über die Leopoldstrasse geht, dann ist das schon arg daneben, tut mir leid, das ist arg hysterisiert und vor allem begreift der Zuschreibende einen wichigen Faktor nicht: seine Feindseligkeit z.B. gegenüber einem solchen Tier, wird nicht - wie unter Menschen - irgendwie kaschiert, verniedlicht, ein gesundes instinktsicheres Tier "erkennt" die Feindseligkeit.
Damit ich auch meine zertifizierte Charakterschwäche erhalte: ich gehe mit bis zu vier Mastiffs durch mein Dorf, je nach dem. Das ganze Dorf freut sich ein Mal die Woche drauf, die Hunde liegen am Markt, während ich schwatz und Kaffee trinke, die Dorfpolizei kommt und lässt sich das Gesicht waschen von min. einer Hundeschnute und alle Tiere erkennen eine freundliche-entspannte Atmosphäre. Keiner der vier Hunde wiegt weniger als 90 kg bei Stockmassen bis zu 102 cm - woran liegt wohl, dass das alles höchst vergnüglich ist? Die Leute können allesamt mit Tieren umgehen und sind: freundlich. Auch solche Geschichten gibts von "Kampfhunden" zu berichten.
sagt mehr über Bürgerparanoia, als über die Gefährlichkeit von Hunden aus. Auf das Mißverhältnis in der Berichterstattung bei Beißunfällen (denn das sind sie: Unfälle!) mit Nicht- "Kampfhunden", wurde bereits hingewiesen. Die seriöse Literatur ist sich dahin gehend einig, daß es zum einen keine "Kampfunde" gibt, daß gesteigerte Aggressivität also kein (vererbliches) Wesensmerkmal ist. Damit ist eigentlich logisch das Zuchtverbot für solche "Rassen" hinfällig.
Zum anderen werden die Statistiken bezüglich Beißunfällen regelmäßig von Schäferhunden, Dobermännern und Rottweilern angeführt - von den nicht erzogenen Mischlingen ganz zu schweigen.
Siehe: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=978949048&dok_
var=d1&dok_ext=pdf&filename=978949048.pdf (dort ab S. 83ff.)
Untersuchungen, die sich auf das Mensch-Tier-Verhältnis bei sog. Kategorie 2- Hunden konzentrieren, kommen zu eindeutigen Ergebnissen:
"Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund in einer Konfliktsituation aggressiv reagiert,
wird grundlegend durch den Halter beeinflusst. Die Sachkunde des Besitzers ist der
beeinflussende Faktor dafür, ob ein Hund in Konfliktsituationen aggressiv oder nichtaggressiv reagiert. Aus diesem Grund sind Ausbildungsmöglichkeiten für Hund und
Halter vermehrt zu etablieren und zu optimieren." [maulkorbzwang.de/Briefe/Publikationen/brunss_2003.pdf, S. 96f.]
Aber es ist natürlich viel einfacher und Weltbild-stabilisierender, mittels entkontextualisiertem Foto das Bild der blutrünstigen Bestie zu beleben. Wenn uns sonst nichts fehlt...
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