Sie hat sich erfolgreich gegen die Finanzkrise gestemmt - und nun auch noch gegen Räuber: Deutschlands kleinste Bank wäre beinahe überfallen worden.
Ein Überfall auf die kleinste Bank Deutschlands in Gammesfeld in Baden-Württemberg ist an Peter Breiter, dem einzigen Mitarbeiter des Instituts, gescheitert. Er wehrte sich am Freitag gegen 23.30 Uhr gegen zwei Maskierte.
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Überfall auf Deutschlands Rebellenbank: "Der Geist von Gammesfeld wird weiterleben", versichert der einzige Mitarbeiter. (© Foto: ddp)
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Sie kamen aus dem Hinterhof, riefen "Überfall" und bedrohten den Mitarbeiter, teilte die Polizei mit. Der mutige Mann "hatte noch etwas zu erledigen und wollte gerade abschließen, als die Täter ihm im Hinterhof auflauerten", sagte ein Polizeisprecher.
Als er sie wegdrückte, versetzten sie ihm einen Schlag auf den Kopf. Der Banker fiel eine Treppe hinunter und verletzte sich leicht. Die Maskierten ergriffen ohne Beute die Flucht - unerkannt.
Im Gespräch mit sueddeutsche.de zeigt sich Breiter erleichtert - und bescheiden. "Das hätte auch anders ausgehen können", sagt er. Und: Er sei beruhigt, dass kein Geld gestohlen wurde. Die Maskierten hätten ohne Beute die Flucht ergriffen.
Die Raiffeisenbank im Blaufelder Ortsteil Gammesfeld wurde im Zuge der internationalen Finanzkrise als kleinste Bank Deutschlands bundesweit bekannt. In den Medien war die Rede von der Rebellenbank: Denn das kleine Institut arbeitete lange Zeit ohne Computer, Geldautomat oder sonstigen Luxus.
Die Bank hat nur 600 Kunden, 290 von ihnen sind als Genossenschaftsmitglieder Miteigner. Getroffen wurde sie von der Krise nach eigenen Angaben nicht. Sie bietet ohnehin nur drei Finanzprodukte an: Spar- und Girokonto sowie Kredite.
Im Januar vergangenen Jahres hat der 77-jährige Fritz Vogt, der die Bank 40 Jahre lang leitete, an Peter Breiter übergeben. Mittlerweile hat die Bank einen Computer - was Vogt in Karteikästen untergebracht hat, speichert Breiter in Excel-Dateien. Und über neue Sicherheitsmaßnahmen werde er auch nachdenken müssen, sagt Breiter. Doch die Bank, die werde er im Sinne von Vogt weiterführen: "Der Geist von Gammesfeld wird weiterleben", sagt er.
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(sueddeutsche.de/dpa/hai/cag)
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Wir bräuchten viel mehr Banken dieser Sorte.
Sparkonto, Girokonto, Kredite. Super. Was braucht (!) Otto-Normal-Verbraucher denn noch mehr?
Gegenwehr schreckt ab.
Wer unserer hochddotierten Manager von den führenden Großbanken hätte das Geld seiner Kunden wohl mit einem solchen Einsatz geschützt?
Was hätten diese Manager der Großbanken wohl gemacht? Ich stelle einmal eine These auf:
1.) Stillschweigeabkommen mit den Einbrechern abgeschlossen
2.) Danach sofort ihre eigenen Einlagen gesichert, den Rest liegengelassen
3.) Anteile von Glas- und Türherstellern geordert
4.) Heim gefahren und die Einbrecher gewähren lassen
5.) Am nächsten Tag beim Staat Ausgleich der gestohlenen Summe gefordert
6.) Mit den Anteilseignern um ein höheres Gehalt verhandelt, da der Job unvorhersehbare Risiken mit sich bringt.
Ganz davon abgesehen, daß unsere hochdotierten Bankmanager sich sicher nicht mehr am Freitagabend um 23:30 Uhr um das Geld ihrer Kunden kümmern.