Sie tranken Palmwein, der vermutlich mit hochgiftigem Methanol versetzt war: Auf Bali sind 25 Menschen gestorben, darunter vier Touristen.

Auf der Urlaubsinsel Bali sind drei Touristen an gepanschtem Alkohol gestorben. Ein 59-jähriger Brite, eine 25-jährige Irin und ihr niederländischer Lebensgefährte seien auf der indonesischen Insel am Samstag gestorben, teilten die Behörden mit.

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Das Panschen von Alkohol ist in Indonesien keine Seltenheit. Oft wird Reiswein mit Chemikalien versetzt, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Mit dem jüngsten Zwischenfall sind aber erstmals Touristen durch versetzten Alkohol ums Leben gekommen.

Peter Rump, Verleger des Reise-Know-How-Verlages und Autor eines Reiseführers über Bali, rät dringend davon ab, in Indonesien Alkohol auf Märkten oder von Privatpersonen zu kaufen. "Wo immer es schwarz gebrannten Schnaps gibt, gibt es auch die Möglichkeit, sich zu vergiften", sagt Rump. Auf der hinduistisch geprägten Insel Bali sei das Phänomen weit verbreitet, wie in ganz Indonesien.

Besonders viel illegalen Schnaps gebe es auf den moslemischen Inseln zu kaufen. "Dort wird der Schwarzmarkt durch die religiös bedingten Verbote befeuert", sagt Rump. Besonders beliebt sei bei Touristen Arak, ein klarer Schnaps, der aus Reis gebrannt wird, mit circa 40 Prozent Alkoholanteil. "Im Supermarkt ist der recht teuer", sagt Rump. "Schwarz gebrannt kostet er fast nichts."

Anders als in Medienberichten spekuliert wurde, wollten die privaten Hersteller von Arak niemanden gezielt vergiften, glaubt Rump. "Sie machen lediglich Fehler beim Brennprozess." So gelange giftiges Methanol in die Getränke. Gepanschter Reiswein, wie er von den in Bali gestorbenen Touristen vor ihrem Tod getrunken sein soll, sei normalerweise nicht giftig. "Der wird ja nicht gebrannt, sondern gegoren."

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(sueddeutsche.de/job/hai)