John Travolta will sich einen Prozess nach dem Tod seines Sohnes ersparen und zieht eine Anzeige wegen Erpressung zurück. Dafür glaubt die Klatschpresse, etwas gegen den Scientologen ausgegraben zu haben.
John Travolta wollte es denen auf den Bahamas heimzahlen. Ein großer Prozess auf der Karibikinsel sollte alle schmutzigen Details nach dem Tod seiners Sohns Jett endgültig klären.
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John Travolta hat die Vorwürfe gegen zwei angebliche Erpresser auf den Bahamas fallengelassen. (© AFP)
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Und nun? Der Prozess um eine angeblich versuchte Erpressung des US-Filmstars (Saturday Night Fever, Pulp Fiction) ist geplatzt. Travolta hat seine Anklage gegen die beiden angeblichen Erpresser zurückgezogen.
"Die Familie Travolta hat mitgeteilt, dass ihr das Verfahren zu viel Stress und Leid zugefügt hat und sie es deshalb hinter sich lassen will", erklärte der zuständige Staatsanwalt Neil Braithwaite nach einem Bericht der New York Daily News. Travoltas Frau, Kelly Preston, 47, ist schwanger. Das Paar erwartet noch im Herbst einen kleinen Jungen.
Neben der Trauer um den Tod von Jett haben die werdenden Eltern derzeit mit angeblichen Enthüllungen aus der Boulevardpresse zu kämpfen: Der National Enquire will erfahren haben, dass Travolta seine Frau seit Jahren betrüge - mit Männern. Quelle: homosexuelle Kreise. Das wäre, falls daran etwas sein sollte, für Travoltas Ansehen in Scientology schädlich. Kritiker - wie etwa der Regisseur und ehemalige Scientology-Anhänger Paul Haggis - werfen der sektenartigen Glaubensgemeinschaft eine diskriminierende Haltung gegenüber Homosexuellen vor.
Auch der Tod von Travoltas Sohn Jett im Jahr 2009 - damals war er 16 Jahre alt - wird in der Presse in einen Zusammenhang mit den Gerüchten über die sexuelle Orientierung gestellt. So veröffentlichte die Internet-Klatschseite TMZ.com angebliche Details aus dem Polizeibericht. Den Informationen zufolge wurde der Junge von einem Bediensteten gefunden, den der Internetdienst Gawker.com wiederum als Jeff Kathrein identifizierte. Er soll Travoltas angeblicher Liebhaber sein. Gawker.com verwies darauf, dass der Bedienstete wie Travolta verheiratet und Scientology-Mitglied sei.
Kuss auf der Flugzeugtreppe
2006 waren Fotos veröffentlicht worden, auf dem Travolta sich auf einer Flugzeugtreppe augenscheinlich mit einem Kuss von Kathrein verabschiedete. In Interviews trug Travolta die Spekulationen um seine sexuelle Orientierung stets mit Humor. Zu den neuen Gerüchten über sein Privatleben hat er sich nicht geäußert
Jett Travolta erlitt damals auf dem Familienanwesen auf den Bahamas einem Krampfanfall. Nach der Tragödie hatte Travolta die ehemalige Senatorin der Bahamas, Pleasant Bridgewater, und einen Rettungssanitäter beschuldigt, ihn mit angeblich belastendem Material zu seiner Mitschuld am Tod des Sohnes erpressen zu wollen. Laut Polizei wollten sie dazu ein Dokument nutzen, in dem Travolta - ein bekennendes Scientology-Mitglied - die Behandlung seines Sohnes in einem lokalen Krankenhaus abgelehnt haben soll. Die Beschuldigten stritten die Vorwürfe stets ab.
Travolta hatte den Jungen nach eigenen Angaben zunächst mit seinem Privatflugzeug nach Florida bringen wollen. Noch im Rettungswagen entschloss er sich jedoch, ein örtliches Krankenhaus aufzusuchen - doch alle Wiederbelebungsversuche kamen zu spät.
"Gegen ihn ist Tiger Woods ein Pfadfinder"
Im vergangenen Oktober musste ein erster Prozess gegen Ex-Senatorin Bridgewater und den Sanitäter unmittelbar vor Verkündung des Urteils abgebrochen werden, weil während des Verfahrens vertrauliche Informationen veröffentlicht wurden. Das Ergebnis der Geschworenenberatung - die Ex-Senatorin sollte freigesprochen werden - war vorzeitig verkündet worden, noch bevor die Jury ihre Beratungen abgeschlossen hatte.
Auf die Titelgeschichte des National Esquire hat Travolta sich nicht eingelassen. Darin wirft der homosexuelle Autor Robert Randolph, der an einem Buch über Hollywoods Wellness-Center als Schwulentreffpunkte arbeite, dem Filmstar vor, seine Frau seit Jahren zu betrügen. "Wenn alle Details ans Licht kommen, wird Tiger Woods neben ihm wie ein Pfadfinder dastehen", zitierte ihn das Boulevardmagazin. Den Angaben nach hat Randolph sich während des Interviews einem Lügendetektor-Test unterzogen.
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/kat/jja)
Analyse des DFB-Kaders
Am meisten zu bedauern sind eigentlich diejenigen, die alles glauben was in der Klatsch-Presse steht. Einer wie Travolta, der Weltstar und auch noch Scientologe ist, stellt natürlich ein lukratives Objekt für Schlagzeilen dar. Wer das alles glaubt, was über ihn geschrieben wird, ist selber schuld.
Dass es Scientologen gibt, wie JB, der immer da auftaucht, wo Scientologen ins Licht geraten, das verwundert nicht, wenn man weiß, dass Scientology extra Mitarbeiter hat, die in Foren solange Gift verspritzen, bis sich niemand mehr traut, etwas gegen die Firma Scientology zu sagen. Das hat sehr lange mehr oder weniger funktioniert, doch seit etwas mehr als zwei Jahren bricht das Lügengebäude zusammen. Auch das von Travolta und Cruise. Und das von Jonny Blue sicher auch, aber es gibt einen Weg von der "Brücke" auch ohne sie herunter zu springen. Dies gilt leider nicht mehr für die vielen Opfer der Scientology, die sich das Leben nahmen, weil sie verschuldet waren oder keinen anderen Ausweg mehr sahen. Oder weil sie ermordet oder in den Tod getrieben wurden, so wie Shawn Lonsdale.
Das Internet vergißt nie.
Das Internet vergibt nie.
Was für eine abenteuerliche Geschichte. Es ist doch wohl genug, dass die Travoltas ihren Sohn verloren haben, und dass sie endlich einen Schlußstrich ziehen wollen ist doch wohl mehr als verständlich.
Da taucht nun ein Trittbrettfahrer auf und versucht mal kurzerhand sich ein paar Dollar zu verdienen durch eine solch eine Geschichte. Dann werden mal ein paar große bekannte Namen ins Spiel gebracht, worüber die Medien sowieso schreiben und schon ist man sich der Aufmerksamkeit gewiss.
Darauf kann man verzichten.