B-Parade findet keine Sponsoren Nachfolge-Veranstaltung der Loveparade abgesagt

Eine halbe Million Technofans sollte die B-Parade vor das Brandenburger Tor locken. Doch die Party-Organisatoren fanden nicht genug Sponsoren - nun wurde die Nachfolge-Veranstaltung der Loveparade kurzfristig abgesagt.

Die B-Parade sollte die ganz große Musikparty werden und an die Erfolge der Loveparade vor dem Unglück von Duisburg anknüpfen. Doch nun wurde das für Mitte Juli in Berlin geplante Tanz-Spektakel kurzfristig abgesagt.

Man habe die zuständigen Behörden informiert, dass der Antrag auf eine Veranstaltung zurückgezogen werde, teilten die Organisatoren auf ihrer Homepage mit. "Eine Parade nach Duisburg zu etablieren, war auf vielen Ebenen ein mehr als steiniger Weg", heißt es in der Erklärung. Eine Sprecherin des zuständigen Bezirksamtes Mitte bestätigte die Absage.

Die Parade haben mit zahlreichen Problemen zu kämpfen gehabt. Unter anderem wäre die Veranstaltung deutlich teurer geworden, als erwartet. Zwei Millionen Euro hatten die Veranstalter noch im vergangenen März veranschlagt - zu wenig, wie sich herausstellte. Hinzu kam, dass potentielle Sponsoren sehr verhalten und verunsichert gewesen seien, heißt es auf der Homepage der Veranstalter. Einsparungen beim teuren Sicherheitskonzept wollten die Verantwortlichen nicht vornehmen, sodass sie die Berliner Behörden über die Absage informierten.

Die B-Parade war für den 21. Juli auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Charlottenbrücke geplant. Wie bei der einstigen Loveparade sollten bei dem Festival Lastwagen mit installierten Bühnen durch die Menge fahren. Bis zu 450.000 Besucher waren erwartet worden.

Bei der Loveparade in Duisburg waren im Juli 2010 bei einer Massenpanik 21 Menschen gestorben und mehr als 500 verletzt worden.