Sie war schwimmen, geriet in einen Strudel und verschwand. Inzwischen hat die Polizei einen schrecklichen Verdacht: Vermutlich ist die Elfjährige von einem Krokodil getötet worden.

Ein elfjähriges Mädchen ist in Australien beim Schwimmen offenbar von einem Krokodil unter Wasser gezogen und getötet worden. Das Mädchen schwamm nach Polizeiangaben vom Montag mit ihrer jüngeren Schwester und zwei weiteren Kindern in einem Tümpel am Rand der Stadt Darwin, als sie plötzlich verschwand. Die Kinder sagten, unmittelbar nach dem Verschwinden der Elfjährigen hätten sie ganz in der Nähe dieser Stelle Kopf und Schwanz eines Krokodils gesehen.

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Ermittler fanden am Montag Leichenteile in dem Gewässer. Diese ließen auf einen Krokodilangriff schließen, erklärte ein Polizeisprecher. Sie seien rund 450 Meter von der Stelle entfernt geborgen worden, an der das Mädchen zuletzt gesehen wurde. Eine DNA-Probe soll bestätigen, dass es sich um Körperteile der verschwundenen Elfjährigen handelt.

Die Elfjährige war am Sonntag mit ihrer sieben Jahre alten Schwester und zwei anderen Kindern im Alter von zehn und zwölf Jahren schwimmen gewesen. Plötzlich sei sie in Strudel geraten, unter Wasser verschwunden und nicht wieder aufgetaucht, sagte ein Polizeisprecher. Die Kinder rannten zu einem nahegelegenen Haus und riefen die Polizei. Schwer bewaffnete Polizisten suchten zwölf Stunden lang, bis sie zuerst Kleidungsstücke des Mädchens und dann Leichenteile fanden.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es der zweite tödliche Krokodilangriff im tropischen Norden Australiens innerhalb von fünf Wochen: Am 8. Februar verschwand ein Fünfjähriger an einem Flussufer. Später wurden Überreste des Kindes im Magen eines 4,3 Meter langen Krokodils entdeckt. Krokodile stehen in Australien seit 1971 unter Schutz.

Rund um Darwin im Norden Australiens gibt es besonders viele Krokodile. Sie können bis zu sieben Meter lang werden und bis zu einer Tonne wiegen. Jedes Jahr kommen in Australien im Schnitt zwei Menschen durch Attacken von Krokodilen ums Leben.

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(AFP/hai)