Australien Kampf um gestrandete Wale

Dramatische Szenen vor Kings Island: Fast 200 Grindwale haben sich in das seichte Gewässer verirrt - 140 Tiere sind inzwischen verendet. Mit Video

Auf einer Insel im Süden Australiens sind bis 192 Grindwale und mehrere Delfine gestrandet. Die Zahl ist nach Angaben von Tierschützern ungewöhnlich hoch. Die Tiere hatten sich am späten Sonntag in das seichte Wasser vor der Insel King Island zwischen Tasmanien und dem Festland verirrt.

Gestrandete Riesen

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Wildschützer Chris Arthur schätzte am Montagmorgen, dass nur noch 54 der 194 gestrandeten Tiere lebten. Es handelt sich überwiegend um Grindwale.

Die Tiere lagen am Morgen bei Ebbe vollständig auf dem Trockenen, die Flossen ragten in die Luft. "Grindwale sind eigentlich robuste Tiere", sagte Arthur im australischen Rundfunk. "Solange sie noch leben, haben sie eine Chance." Inzwischen gelang es Tierschützern, 48 gestrandete Wale zurück ins Meer zu bugsieren.

Sechs Delfine waren ebenfalls gestrandet. Sie wurden nach Angaben von The Mercury aber erfolgreich wieder ins Wasser geschoben. Am Naracoopa-Strand waren seit dem Morgengrauen mehr als 150 Anwohner im Einsatz, um die Tiere feucht zu halten und mit Tüchern abzudecken, um sie vor der Sonneneinstrahlung zu schützen.

Unter der Anleitung von Experten wollten sie helfen, die Tiere bei der nächsten Flut wieder ins tiefere Wasser zu bugsieren. Viele Wale verenden dabei, weil die Körpermasse auf dem Trockenen ihre inneren Organe zerdrückt.

Einer der freiwilligen Helfer sagte im Lokalradio, die Tiere seien auf einem flachen Strandstück gestrandet. Der Weg ins tiefe Wasser sei deshalb besonders weit.

Es ist das vierte Mal seit November, dass nordwestlich von Tasmanien Wale strandeten, allerdings waren die Gruppen nie so groß. Über die Gründe für die Verirrung der Tiere streiten Experten noch.