Nachdem er aus einer Kneipe geflogen war, stieg ein Betrunkener im australischen Broome in ein Krokodilgehege und setzte sich auf den fünf Meter langen "Fatso". Der ließ Gnade walten.

Auf einem fünf Meter langen Krokodil zu reiten, hielt ein Australier nach durchzechter Nacht für eine gute Idee. Ein Kneipenwirt in der Stadt Broome in Nordwestaustralien hatte den 36-Jährigen im betrunkenen Zustand vor die Tür gesetzt. Als der Mann an dem Reptiliengehege vorbeikam, sprang er nach Polizeiangaben über die Abzäunung und setzte sich auf ein fünf Meter langes Salzwasser-Krokodil, um darauf zu reiten. Der 800-Kilogramm schwere "Fatso" habe nicht lange gefackelt und sofort zugebissen.

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Endlich wieder Ruhe im Gehege: Unter dem Kopf des fünf Meter langen Krokodils "Fatso" lugt eine Taschenlampe hervor, die der Betrunkene dort fallen ließ. (© AP)

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Wie durch ein Wunder konnte sich der Trunkenbold befreien und lief mit sieben tief klaffenden Risswunden schnurstracks zurück zur Kneipe, wie deren Besitzer Mark Phillips der Website thewest.com.au erzählte. Der rief sofort den Krankenwagen. Im Krankenhaus berichtete der verhinderte Crocodile Dundee, er habe dem Krokodil nur einen Klaps geben wollen.

Nach Ansicht des Besitzers des Krokodilgeheges hatte der Mann großes Glück, mit dem Leben davon gekommen zu sein. "Fatso" ("der Fette") sei eines der größten Krokodile im Park und hätte den ungebetenen Besucher mit einem einzigen Biss zermalmen können, sagte Malcolm Douglas. "Er kann froh sein, dass er noch am Leben ist", sagte auch ein Polizist. "Das war ein großes, männliches Salzwasser-Krokodil. Die sind nicht bekannt dafür, Menschen entkommen zu lassen, die sie einmal geschnappt haben."

In Australien sterben jedes Jahr im Schnitt zwei Menschen durch den Angriff eines der als gefährlich geltenden Salzwasser-Krokodile. Die Reptilien können bis zu sieben Meter lang werden und bis zu einer Tonne schwer.

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(dpa/AFP/dapd/kat/gba)