Nach den Schüssen auf den Berliner Rapper Massiv wehrt sich das Management des Sängers gegen den Vorwurf, das Attentat sei ein PR-Gag gewesen. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Ein Sprecher des Rappers Massiv wies nach der Attacke in Neukölln Spekulationen zurück, dass es sich um einen PR-Gag handelte. Massiv habe einen Schulterdurchschuss erlitten, der Angriff hätte viel schlimmer ausgehen können. "So eine Promo macht man nicht", stellte der Sprecher klar.

Rapper Massiv

"So eine Promo macht man nicht": Rapper Massiv wurde auf offener Straße in die Schulter geschossen. (© Foto: Sony BMG)

Anzeige

"Wir sind entsetzt über diese feige Tat und hoffen, dass es Massiv schnell wieder bessergeht", heißt es auf der Homepage der Plattenfirma Sony BMG.

Die Berliner Polizei hat noch keine heiße Spur, wer hinter den Schüssen auf den Rapper Massiv steckt. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher.

Der Sänger ("Wenn der Mond in mein Ghetto kracht") gehört mit seinen derben Texten und seinem martialischen Auftritten zur deutschen Szene des sogenannten Gangsta Raps. Der 25-Jährige wurde nach derzeitigem Ermittlungsstand auf der Straße von einem maskierten Mann angeschossen, als er gerade telefonierte.

In seinen Texten singt der Wahl-Berliner über Gewalt und das Leben auf der Straße, in Kürze erscheint ein neues Album. Nach der Attacke in Neukölln hatten sich Fahnder verwundert gezeigt, dass der Täter aus nächster Nähe nur in die Schulter traf.

Außerdem seien Informationen über den Überfall schon kurz danach auf einer Fanseite aufgetaucht, heißt es in Medienberichten. Massivs Sprecher kündigte eine Stellungnahme von Sony BMG an.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Der Trauertänzer

"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...

(dpa/cag/gal)