Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen 15-Jährigen wird Athen erneut von Straßenschlachten erschüttert. Die Regierung hat ein hartes Vorgehen angekündigt.
Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen von Polizisten auf einen Jugendlichen ist es in Athen wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Im Zentrum der griechischen Hauptstadt lieferten sich Jugendliche und die Polizei bis in die Nacht hinein schwere Straßenschlachten.
Jugendliche werfen in Athen Steine auf Polizisten, diese setzen Tränengas gegen die Randalierer ein: Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf einen 15-Jährigen Griechen ist es in Athen erneut zu schweren Ausschreitungen gekommen. (© Foto: AP)
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Im Großraum Athen waren mehr als 6000 Polizisten im Einsatz. Berichten zufolge waren zu den Protesten auch zahlreiche linke und anarchistische Demonstranten aus dem Ausland angereist. Randalierer warfen im Stadtzentrum von Athen Fensterscheiben von Banken ein, rissen Müllcontainer um, zündeten sie an und bewarfen Polizisten mit Steinen.
Polizisten auf Motorrädern jagten Gewalttäter. Diese wiederum versuchten die Beamten von ihren Zweirädern zu stoßen. Ein Polizist verlor dabei die Kontrolle über seine Maschine und fuhr eine Passantin an, die danach verletzt in ein Krankenhaus transportiert wurde.
Dekan der Universität verletzt
Vermummte Demonstranten drangen auch in die Athener Universität ein, rissen eine griechische Flagge herunter und ersetzten sie mit einem schwarz-weißen anarchistischen Banner. Der Dekan der Universität wurde nach Angaben der Behörden bei der Aktion der Demonstranten verletzt. Er sei auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht worden, hieß es.
Etwa 200 maskierte Demonstranten hielten sich am Abend noch in einem Gebäude der Universität auf und bewarfen Polizisten mit Steinen.
In Athen wurden 177 Personen wegen Störung der öffentlichen Ordnung verhaftet. Weitere 103 wurden in Thessaloniki festgenommen. Dort schleuderten Jugendliche Molotow-Cocktails gegen Beamte und schlugen die Scheibe eines Cafés ein. Auch in Patras und Ioannina kam es zu Demonstrationen.
Die seit Oktober amtierende Regierung der linksgerichteten Pasok verteidigte das härtere Vorgehen der Polizei und kündigte eine "Null-Toleranz"-Strategie an. Der für den Zivilschutz zuständige Minister Michalis Chrisochoidis sagte: "Vandalen und Hooligans haben mit Demokratie nichts zu tun." Zuvor hatte Präsident Karolos Papoulias die Bevölkerung angesichts des Jahrestags zur Ruhe aufgerufen.
Für Montagnachmittag wurde in der griechischen Hauptstadt eine neue Demonstration von Schülern, Studenten und Lehrern angekündigt. Mehr als 10.000 Polizisten sind seit Samstag im Einsatz.
Anlass der Ausschreitungen ist der erste Jahrestag des Todes des 15-jährigen Alexandros Grigoropoulos, der von Polizisten erschossen worden war. Nach dem Tod des Jungen war Griechenland von einer beispiellosen Welle der Gewalt überzogen worden. Zwei Polizisten müssen sich in Kürze wegen Mordes beziehungsweise versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Der Prozess soll am 20. Januar beginnen.
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(sueddeutsche.de/dpa/AP/aho/gal)
Bundespräsident Gauck in Israel
Der eigentliche Auslöser für die ersten Krawalle war das Bekanntwerden des Korruptionsskandals von Siemens in Griechenland. Beide Parteien waren bestochen worden und das Geld landete wieder bei den Familien, die man an eiiner Hand abzählen kann.
Junge Leute erhalten in Griechenland keine Jobs - es sei denn, sie haben Beziehungen. Selbst mit einem Studium in Deutschland erhalten diese bei Rückkehr nach Griechenland trotz hervorragender Noten keine Arbeit.
Was in Griechenland seit Jahren herrscht - ist die Korruption, bei der sich wenige bereichern. Die Brände in Griechenland wurden teilweise systematisch gelegt. Forscht man nach, erhielten auch diese Familien anschließend die zu Bauland gewordenen Grundstücke. Jedesmal das gleiche Spiel. Brand - Versprechen, dass diese Grundstücke keine Spekulationsgrundstücke werden - anschließend müssen die Eigentümer durch Nichtbezahlung des Schadens doch ihren Besitz aufgeben - Eigentümer sind hinterher wieder ganz bestimmte Leute.
Griechenland ist pleite. Ausgesaugt durch eine korrupte Mafia, die sogar früher im Europäischen Patentamt in München ihre Schachfiguren sitzen hatte. Man nannte sie "griechische Generalkonsule"!
Alle Berichte über die Zustände in Griechenland kann man kaum glauben.
Die Profiteure (wenigen Familien) der Massenkorruption kann man offensichtlich an 2 Hände abzählen und die Vielen haben keine Perspektive. Muss man sich wundern, dass die Leute sich wehren? Und dass es vor allem die Jungen sind, die erkennen: die Toten bestimmen über die Lebenden, weil sie zu ihren Lasten gigantische Schulden und Versäumnisse auf jeder denkbaren Ebene aufgetürmt haben?
Sind wir noch in Europa oder driftet Griechenland nach Südamerika oder Süditalien ab? Oder: sind sie nicht schon seit längerem dort angekommen?
Hier geht sie auf die Rechnung der Neoliberalen: Reichtum privatisieren, Risiken und Nebenwirkungen sozialisieren. Und wenns Probleme gibt: einfach mit der legalen Staatsgewalt ("Gewaltmonopol") zuschlagen.
Armer Aristoteles.
"Im Großraum Athen waren mehr als 6000 Polizisten im Einsatz. Berichten zufolge waren zu den Protesten auch zahlreiche linke und anarchistische Demonstranten aus dem Ausland angereist. Randalierer warfen im Stadtzentrum von Athen Fensterscheiben von Banken ein, rissen Müllcontainer um, zündeten sie an und bewarfen Polizisten mit Steinen."
Das diese gesetzlosen Anarchos den Tod des Jungen für solche Gewaltdelikte missbrauchen und in seinem Namen weitere Verbrechen verüben ist eine Schande für den getöteten. Aus dem Ausland angereist. Na klar, hier gehts nur um Gewalt, und sonst nix! Für diese Leute wäre eine Mad Max Äre genau das richtige. Nur, dass sich mehr als die Hälfe in die Hosen machen würde, wenns soweit kommen würde!