Asyl für bedrohte Elefantendamen Fürstliches Zuhause für Népal und Baby

Die Tiere müssen eingeschläfert werden, weil sie krank sind. So lautete die Anordnung der Behörden in Frankreich. Doch Menschen im ganzen Land protestierten - und so entgingen sie am Ende dem Tod. Nun haben die Elefantendamen Népal und Baby ein neues Zuhause gefunden - in einem Park der Fürstenfamilie von Monaco.

Als Baby und Népal aus ihren Spezialcontainern heraus stapfen und zum ersten Mal ihre neue südfranzösische Heimat erkunden können, da überschütten sie sich erst einmal mit Staub und brummen leise. "Ein Zeichen des Wohlfühlens", sagt eine Tierärztin.

Baby und Népal sind zwei Elefantendamen, 42 und 43 Jahre alt, und sie haben allen Grund, sich gut zu fühlen. Nicht nur, weil ihr neues Zuhause ein 3500 Quadratmeter großer Park ist, der direkt an das Landgut Roc Agel der Fürstenfamilie von Monaco angrenzt. Sondern auch, weil die beiden nur knapp der Einschläferung entgangen sind.

Angeblich sind Baby und Népal, so hieß es vor einigen Monaten, an Tuberkulose erkrankt. Der Präfekt von Paris hatte im Dezember angeordnet, die im Zoo von Lyon lebenden Tiere einschläfern zu lassen. Die Behörden befürchteten, dass die Elefanten andere Tiere, aber auch Menschen anstecken könnten.

Das Schicksal von Baby und Népal hatte Frankreich monatelang bewegt. Zehntausende appellierten an Präsident Hollande, die "Hinrichtung" aufzuschieben. Gilbert Edelstein, ein Zirkusdirektor, der Baby und Népal 1999 dem Zoo in Lyon anvertraut hatte, zog die Tuberkolose-Diagnose in Zweifel. Filmlegende Brigitte Bardot drohte sogar damit, aus Frankreich auszuwandern. Schließlich gab die Justiz dem Druck nach und hob den Beschluss zur Einschläferung auf.

Schließlich die glückliche Wendung: Stéphanie von Monaco bot an, die Elefanten aufzunehmen. Und sie war auch beriet, den Konvoi mit den Beiden Tieren persönlich zu begleiten. Per Schwertransporter wurden Baby und Népal aus Lyon nach Südfrankreich gebracht.